»Diese Rutschpartie war der leichtere Teil meiner Arbeit. Schwerer ist's, die Raupe in das Haus hineinzutragen!«

Dabei wies sie auf ihren Hauseingang, der an der Seite des Abhanges zu sehen war. Max stieg vorsichtig hinab, und mit schlecht versteckter Gönnermiene sprach er:

»Ich werde dir helfen.«

Aber die Wespe lehnte mit einer würdevollen Bewegung ab.

»Bah!« sagte sie spöttisch, »wir sind an andere Strapazen gewöhnt und haben es nicht nötig, daß das stärkste und intelligenteste Volk der Hautflügler sich für uns bemühe.«

Max kämpfte bei diesen Worten gegen seinen schwer getroffenen Hochmut.

»Es wäre mir übrigens lieb«, fügte die Wespe hinzu, »wenn du auf das Raupenwürmlein ein bißchen aufpaßtest, während ich im Haus erst nachsehen muß, ob alles zu ihrem Empfang bereit ist.«

»O, hast du vielleicht Angst, daß es entwische?«

»Das nicht, aber du sollst achtgeben, daß sich niemand der Raupe nähert. Kann ich mich auf dich verlassen?«