»Aber natürlich!«

Mit fröhlichem Gesumse schlüpfte die Wespe in ihre Höhle hinein, und Max blieb als Wachtposten bei der Raupe stehen.

Kaum war die Wespe verschwunden, als sich eine kleine, graue Fliege auf den Körper der Schmetterlingsraupe niederließ, wie angepappt darauf sitzen blieb und eifrig mit einer Arbeit beschäftigt war, für die Max keine Erklärung fand. Er schrie:

»Mach, daß du weiter fliegst! Dieser Wurm gehört nicht dir!« Die Fliege flog darauf hohnlachend davon und zischelte boshaft:

»Wenn auch nicht mir, so gehört er doch meinen Kindern!«

Als die Wespe gleich darauf wieder erschien, sagte Max, die Raupe forschend betrachtend:

»Es fehlt kein Härchen an ihr! Sage mir nur, liebe Wespe, ißt du sie denn ganz allein auf?«

»Aufessen! Gott, wie kommst du auf diesen Gedanken?«

»Ja, warum hast du sie denn ermordet?«

»Ich habe sie doch gar nicht ermordet! Sie ist nur gelähmt. Verstehst du nicht, wenn sie tot wäre, und ich müßte sie in mein Haus nehmen, würde sie in kurzer Zeit in Fäulnis übergehen, was sehr gesundheitsschädlich wäre.«