(Dies. Nr. 1309.)
81) Auf dem Gute Wotrum bei Teterow (Meklenburg) wurden in letzter Zeit mancherlei Bronzealterthümer und daneben eine Anzahl mittelalterlicher Ofenkacheln gefunden.
(Dies. Nr. 1311.)
82) Beim Erweiterungsbau der Strafanstalt in Zürich ist ein Stein mit altrömischer Inschrift ausgegraben worden. Dieselbe lautet: Deae dianae et Silvano ursarii posuerunt ex voto. Die Römer gebrauchten die Bären zur Jagd, und die Führer der Bären gehörten zum Jagdgefolge. Auch noch weitere antiquarische Funde wurden an dieser Stelle gemacht. Die Arbeiter stießen nämlich auf zwei Armbänder und sieben Ringe von Gold; erstere laufen künstlich in Schlangenköpfe aus, letztere sind theils ciseliert, theils fassen sie eine Gemme. Die Schmuckgegenstände mögen nach dem Urtheil der Kenner des Fachs aus dem 2. oder 3. Jahrh. stammen; sie sind von der antiquarischen Gesellschaft angekauft worden.
(Das.)
83) Auf dem Gute Pölitz in Meklenburg sind im Laufe dieses Frühjahrs und Sommers eine Menge uralter Wohnstätten, sog. Höhlenwohnungen, entdeckt worden. Zwei, drei und vier Fuß unter der Oberfläche stieß man beim Drainieren auf zahllose Glasscherben, Knochen von Thieren, besonders von Schweinen, Rindern, Pferden und Hirschen, sowie auf einzelne Geräthe. Nach der Beschaffenheit der Scherben und Geräthe gehören diese ehemaligen Wohnstätten theils der letzten heidnischen und zum Theil der Steinzeit an. Mehrere Kisten mit Knochen und Scherben sind dem Schweriner Archiv übersandt worden.
(Korr. v. u. f. D. Nr. 401.)
84) Bei Clermont im Oisedepartement hat man die Ueberreste der Brücke aufgefunden, die Cäsar dort über die Sümpfe hatte schlagen lassen, um die Bellovaker in ihrem Lager zu überraschen. Man hatte sich bisher vielfach über die Oertlichkeit, wo diese Vorfälle stattgefunden haben, gestritten.
(Ill. Ztg. Nr. 1311.)
85) Die werthvolle Bibliothek des verstorbenen Sprachforschers Franz Bopp ist, wie man der Allgem. Ztg. aus Berlin schreibt, von der Universität Ithaka in Amerika erworben worden. Die Doubletten hat der Antiquar Stargardt in Berlin übernommen, mit andern werthvollen Werken vereinigt und darüber ein Verzeichniß von etwa 1300 Nummern veröffentlicht.