Federzeichnung aus der Zeit um 1500.
Unter den Handzeichnungen des germanischen Museums befindet sich auch als Nummer 52 die hier wiedergegebene Federzeichnung aus dem Schlusse des 15. Jahrhunderts, welche uns ein sehr ansprechendes Bild aus dem Leben einer Stadt zeigt. Besonders fällt uns der würdevoll einherschreitende Mann im Vordergrunde auf, dem ein Junge das große Schwert nachträgt.
Leider ist das mit einem Dache versehene Fuhrwerk zu flüchtig gezeichnet, so daß wir es dahin gestellt sein lassen müssen, ob wir recht haben, darin eine große Büchse zu sehen, die dort bereit steht, jedem der Stadt etwa drohenden Feinde entgegengeführt zu werden. (Die Perspektive ist wohl verstanden). Daß einzelne Häuser etwas schief stehen, kann ebensowohl Folge der Flüchtigkeit des Zeichners sein, als es der Natur entnommen sein kann.
Nürnberg.
A. Essenwein.