[209] Auch auf dem Helmschmuck der Wappen Fig. 6 und 7 sind die 3 resp. 5 weißen Wecken als Wappenbilder beibehalten, während bei Fig. 3 das Muster, von Schwarz und Weiß geweckt, angegeben ist.

[210] Vergl. Triers „Einleitung zu der Wappenkunst“, IV. Cap., S. 47–72.

[211] Wie die älteren — namentlich die blau und weißen — abgerundeten Pelzmuster im 13. Jahrh. in einigen redenden Wappen, z. B. der Kronenberg, wol wegen ihrer Aehnlichkeit in der Form mit den heraldischen Bergen, angewendet worden sein dürften, so wurde die spätere, seit dem 14. Jahrh. häufig in der Heraldik angewendete eckige Form derselben, wegen ihrer Aehnlichkeit in Form und Tinktur mit den wirklichen Eisenhüten (welche auch als Wappenbilder vorkommen, z. B. bei dem schwäbischen Eisenhut, deren Wappen Menestrier als „d’argent au chapeau de fer d’azur“ blasoniert,) von der Mehrzahl der deutschen Heraldiker für solche angesehen und als „Eisenhütlein“ blasoniert, — ein Verstoß, welcher bei den englischen und den romanischen Herolden nicht vorkommt.

[212] Vergl. „Der deutsche Herold“, 1879, Nr. 5, wo S. 58, Z. 12 v. u. „geweckte“ statt „gereckte“ zu lesen ist.

[213] Eine in der Heraldik unbekannte Bezeichnung; man müßte nur überhaupt den beiden s. g. Metallen: Silber (Weiß) und Gold (Gelb) einen Vorrang vor den anderen heraldischen Tinkturen einräumen wollen.

[214] nicht Wecken!

[215] Vergl. dessen „Handbuch der theoretischen und praktischen Heraldik“, I., S. 63, Note 1.

[216] Menestrier sagt: „semé se dit des pièces dont l’écu est chargé, tant plein que vide, et dont quelques parties sortent de toutes les extrémités de l’écu.“ Nach Trier werden in einem bestreuten Felde (semé) die Figuren ohne bestimmte Zahl wiederholt und verlieren sich am Rande; deshalb dürfen in solchen Wappen die betreffenden Bilder, mit welchen sie bestreut sind, nicht alle ganz gezeichnet werden.

[217] Anzeiger 1866, Sp. 368 nebst Tafel. Leider können wir dem dort erneuerten Versprechen, eine Zopfkapsel seiner Zeit nach einem Originale zu publizieren, nicht mehr nachkommen, da Herr Karl Haas, vormaliger steiermärkischer Landesarchäologe, welcher uns die Ueberlassung einer nach einem Originale aufgenommenen Zeichnung zur Publikation versprochen hatte, inzwischen verstorben ist, ohne sein Versprechen erfüllt zu haben.

[218] Vergl. Anz. 1880, Nr. 4, Sp. 120. — Als das bekannteste und umfangreichste Beispiel dieser Art wird von Herrn Oberpfarrer Wernicke zu Loburg das Taufbecken in der Marienkirche zu Rostock uns genannt und dabei auf Meklenb. Urkundenb. III, S. 337, Lisch, Jahrbb. d. Vereins für Meklenb. Gesch. XXIX, S. 216 u. Dr. Cr. im Organ für christl. Kunst, 1867, S. 265 ff. verwiesen. D. R.