[276] Gerkammer, Gerhaus, aus Gerbkammer umgebildet, ist der alte Name der Sakristei; (v. gerwen, gerben, gar machen, zubereiten, zurüsten, ankleiden).
Dr. Fr.
[277] „Blöcke“ sind bei den Alben die 4 an den Aermelenden und auf der Vorder- und Hinterseite über dem unteren Saume aufgenähten viereckigen Stücke von dem Stoffe der Casel und Dalmatiken. „gulden“ und „silbern“ bezeichnet brochierte Seidenstoffe.
[278] Damast; damasten.
[279] d. h. mit Stickerei in weißen Leinenfäden.
[280] d. h. mit Stickerei in bunten, hauptsächlich blauen Wollenfäden.
[281] „Creutz“ ist bei den Caseln allemal das große, gestickte auf dem Rücken, und „gulden“ bezeichnet dann allemal Reliefstickerei mit Goldfäden. „Mahn“ sicher soviel als Mondschein; es ist ein sehr helles Blau, beinahe bleu-mourant. — „Es ist wol mohnblau (mâhen, mâgen, Mohn) zu verstehen.“ Dr. Fr.
[282] mit Stickerei in Seiden-Plattstich.
[283] Zwei auf den Schulterblättern jeder Dalmatik angebrachte flache Reliefmedaillons, im Maul des Löwen jedesmal ein Ring, in den eine Quaste in der Farbe des Gewandes eingeflochten ist.
[284] d. h. in die Marienkirche auf dem Harlunger Berge, welche nach Aufhebung des seit 1435 bei ihr bestandenen Prämonstratenserstifts 1551 dem Domkapitel geschenkt war.