IV.

Ich vogt vlreich von matsch der Elter graue zu Kirchbergk Haubtmann an der Etsch vnd wir der gesworen Ratt an Meran edel vnd ander yecz an Stat vnd als Oebrist verweser des durchleuchtigen Hochgeboren fuͤrsten vnd herrn herczog Sigmunds Herczog zu Oesterreich vnd grauen zu tirol etc. vnsers gnaͤdigen lieben Hern vnd seiner lanndschafft der Egenannten graffschafft Bekennen als weilendt der edel Strenng Ritter Herr Oswalt von wolkenstain zwen slussel dy zu vnsers benanten gnaͤdigen Herrn Herczog Sigmunds etc. vnd seiner lanndtschaft verschreibung vnd ander etc. gehören dy selben sluͤssel vns nach abgang seines lebens widervmb In Ratt schon verpetschatt geben vnd geantwurtt sindt, von seiner gemahel Margarethen geboren von Swongew Also sagen wir dye benanten witib vnd alle ir vnd des benanten Herrn Oswaltz säligen Irs gemahels Erben Quitt ledig vnd loß getreulich vnd vngeuarlich zu vrchundt versigelt mit der Stat an Meran Insiegel vnd mein des Hawptmans petschatt Geben an Meran Am Montag Nach petri ad vincula nachster Anno etc. Im xlvto

Original auf Papier.

V.

Wir Nachgeschriben Michel Tuͦmherr ze Brichsen, Oswaldt, Gotthardt, Leo vnd Fridreich von Wolkchenstein gebruder Bechennen vnd tun kundt mit disem brief, Als wir mit der edeln, vnserr lieben frawn und Muͤter, Frawen Margreten von Swangow, wittib, weylendt des edeln vnd vesten Ritters, herrn Oswaldts von Wolkchenstein seͤligen, vnsers lieben herren vnd vaters, vmb soleich vermachen vnd geschêfft so jr derselb vnser lieber herr vnd Vater getan vnd vermacht hat, miteinander gantz geaynt sein, nach Rat vnserr besundern herren freund vnd guͤnner, vnd nach laut der brief, so wir paiderseyt darumb haben, vnd nach soleicher aynung haben wir Sy, mitsambt denselben vnsern herren vnd freunden, mit fleisse vnd ernst gebeten, sich vmb das Haws Hawenstain anczenemen, vnd an vnserr stat ze vnderwinden, des Sy sich also, von solher vnser bete wegen, gewilligt hat, Darauf haben wir jr, dasselb Geslos Hawenstain, mit allen den Rênnten, Nutzen vnd guͤlten, so der vorgenannt vnser lieber herr vnd vater sêlig gelassen hat, vnd mit aller zugehoͤrd, Ingeben vnd empholhen, in mas als hernach geschriben stet, Also das Sy, dasselb haws hawenstain, geweltikchleich, an vnserr stat Innhaben, vnd in allen sachen getrewleichen, versorgen ausrichten vnd verwesen sol, als wir jr des vor mênikchleich getrawen Auch das Sy all Nuͤtz vnd guͤlt, vnuerrayt,[62] mit vollem gewalt jnnemen vnd inbringen sol, das doch dieselbigen Nuͤtz und guͤlt, angeslagen werden suͤllen, nach gemayner rechter herren guͤlt, vnd hoͤher nicht, vnd was die, nach soͤlhem anslag jn gelt bringen, vber die Nuͤtz vnd guͤlt, so jr denn jr lebtag voraus zugehort vnd nach ausweysung jrer geschefftbrief vnd vermachbrief geordent vnd geschaffen sind, dieselb Summ gelts, sol Sy vns obgenantten gepruedern, austayln, vnd vnser jgleichem yeds jars als lang Sy das haws Innhat, raichen vnd herausgeben, ainem als dem andern, als verr das yeds Jars geraichen vnd gelangen mag, getrewleichen angeuerd, doch zu gelegenleichen zeyten vnd fristen, das Sy zu dem gelt koͤmen muͤg, auch angeverd, vnd was jr von den obgenannten Nuͤtzen vnd guͤlten, vͤber dieselb vnser Summ geltz Nach herren guͤlt angeslagen, zu vͤberschatz zustet, vnd geuallen mag von demselben vͤberschatz sol Sy von vnseren wegen, Hawenstain jnnhaben versorgen vnd ausrichten, vnd darczu sol Sy von jrem tail, jrer obgenanten vermachung, all die weil Sy das Haws Innhat, zu notdurfft desselben hawses zu pessrung darlegen vnd sich gestoen[63] lassen, zwaynczig Markch perner Meraner Muͤnz vnd zal, zu hilf vnd stewr, damit Sy das haws dester pas bewaren und nach notdurfft ausrichten muͤg. Aber all ander vͤbertewr[64] derselben angeslagen Nuͤtz, stillen jr volgen vnd beleiben, vnuerrait damit ze tuͤn vnd ze lassen allen jren willen Nutz vnd frumen, von vns vnd allen vͤnsern erben ungehindert angeuerd, Wenn auch Ir das voergenannte haws jnneczehaben ze swer wurd, oder selber das nicht verwesen wolt, so stillen wir das guͤtleichen von jr ausnemen, Wêr auch, das wir obgenannte gepruder, der merer tail, das Haws an Sy eruordretten, so sol Sy ez denselben auch also guͤtleich an alles intragen, mitsambt den Nutzen und guͤlten ausserthalben jrer vermachung, abtreten vnd in antwurten, getrewleichen angeuerd, vnd ist vns auch nicht schuldig kaynerlay Raytung ze tuͤn,[65] von des obgemeltten anslags wegen, sunder wie oben begriffen ist, da sol ez bey besteen Auch sol sich, darnach yeder tail halten. Soleicher taidung[66] vnd verschreibung, so denn, vor diser obgenanten taîding zwischen vnser paiderseit beschehen vnd verschriben ist, vnd also geloben wir obgenante paide tail, jch Margret von Swangow wittib, vnd wir offtgemeldten gepruder jr Suͤn, alles vnd jgleichs wie oben geschriben stet fuͤr vns vnd all vnser erben veste vnd stete ze halten getrewleichen angeuerd, Des zu vrchunt der warheit haben wir payder seit fur vns vnd all vͤnser erben fleissikchleichen gebeten, den Hochwirdigen herren, herren Tybolden, erwelten vnd bestêtten Bischof ze Triendt vnsern lieben herren vnd vetteren das er sein aigen insigl an disen brief gedrukcht hat, jm, seinen erben vnd nachkommen an allen schaden, der pete Des versigelens sein geczewgen, der ersam her Hanns Nawpp vͤnser kaplan der Obern kapellen jm Tum ze Brichsen, Harms fraͤl vnd lienhardt von Lafay, vnd ander erber lewt mer, Das ist geschehen zu Castellrutt, am Freytag nach vͤnser lieben Frawen tag, als Sij geboren ist Nach Cristi gepurt vierczehn hundert jar vnd darnach in dem fuͤnf vnd vierczigisten jare.

Original auf Papier.

Nürnberg.

Hans Bösch