[9] tauglich, tüchtig, gültig.
[10] höchstem.
[11] gedeihe, zufalle.
[12] Arznei.
[13] Fehde.
[14] Petschaft.
[15] Geb. im 1. Viertel d. 15. Jahrh. zu Bremgarten i. d. Schweiz, zunächst Schulmeister in Zürich und Freund des eben so edlen als unglücklichen Felix Hemmerlein; 1445–47 (?) Stadtschreiber zu Nürnberg und in näherer Beziehung zu dem Stadtsyndicus, dem vortrefflichen Gregor Heimburg (dem Schöpfer der deutschen Rhetorik, „dem bürgerlichen Luther vor Luther“); 1449–1469 Stadtschreiber zu Eßlingen und privatim (wie schon in Nürnberg) Lehrer junger Leute in der deutschen Stilistik und Orthographie (und Interpunktion); 1469–1478 (s. oben) zweiter (s. oben) Kanzler des Grafen Ulrich V. des Vielgeliebten und „an den schwäbischen Höfen wie heimisch“; in brieflichem und persönlichem Verkehr mit Erzherzogin Mechthild von Oesterreich, mit dem großen Humanisten Aeneas Sylvius (nachmals Papst Pius II.) u. a. bedeutenden Personen seiner Zeit; erster Herausgeber der wichtigen Briefe von Aeneas Sylvius; Uebersetzer einer Reihe lat. Schriften, besonders novellen- und romanartiger Erzählungen, und dadurch ein wesentlicher Förderer des Humanismus in der deutschen Prosa.
Ueber sein Leben vgl. besonders Heinr. Kurz, Niclasens v. Wyle 10. Translation. Aarau 1853. Ueber s. Translationen s. die neue Ausg. von Adelbert v. Keller, 57. Publik. d. liter. Vereins, Stuttgart 1861 (bes. S. 365 ff.); Cleß, Versuch einer kirchl.-polit. Landes- u. Culturgesch. v. Würtemberg II, 2, S. 771 ff., Chr. Friedr. v. Stälin, Wirtemb. Gesch. III (Stuttg. 1856), S. 765 f. Ueber s. Orthographie- u. Interpunktionsregeln s. meine Quellenschriften zur Geschichte des deutschsprachlichen Unterrichts (Gotha, Thienemann; unter der Presse.)
[16] Ulrich V., bene amatus, geb. 1413, seit 1433 Mitregent seines Bruders Ludwig, dann, seit der Theilung der Grafschaft Württemberg in einen Stuttgarter u. Uracher Theil, 1442 Herr des Stuttgarter oder Neifener Theils bis 8. Jan. 1480. († 1. Sept. 1480.) Bei seinem Rücktritt von der Regierung übergab er sein Land seinem Sohne Eberhard d. J. (geb. 1447). Im Decbr. 1482 überließ dieser es seinem Vetter, dem Grafen Eberhard d. Ä. „im Bart“, der nun Alleinherr der ganzen Grafschaft wurde (seit 1457 Herr des Uracher Theils), 1495 Herzog, † 1496. Vgl. Fr. v. Stälin a. a. O. III, 441, 457 ff. 555 f. 596 ff. 639. 645.
[17] Fürstlich Württembergisch Dienerbuch vom IX. bis zum XIX. Jahrh. Herausg. v. Eberh. Emil v. Georgii Georgenau (Stuttgart 1877), S. 14.