v. E.

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GRÖSSERE ANSICHT]

Spinett des Martinus van der Biest. 1580


Leipziger Zoll- und Messstreitigkeiten aus dem Ende des 14. Jahrhunderts.

„Wir schepphin der Stat zu lipczk bekennen daz wir vmb recht seyn gefraget nach disen worten | vor vns send komen eczliche geste in vnseren jaremarkte vnd haben geclagt vber vnsern zolner wy daz er sy vͤbernomen habe an dem zolle | dor zu hat geantwort vnser zolner vnd spricht er habe sy nicht vͤber nomen an dem zolle daz wolle er wol erwysen mit dem rechten. Nu hat vnser richter vns vmb daz vrteile gefraget | wye daz vnser zolner erwysen schol vff seynem zole wenn er yn nennet er sey seyn erbezole vnd wye vnser zolner den zole nemen sol dez hat er nicht brife noch alde kuntschaft[356]. Bitten wir wͤch[357] daz ir vns vnderwyset mit rechte wy vnszer zolner daz erwysen sol vff seynen zole daz er recht tu vnd den gesten auch recht geschehe oder waz recht sey.

Hir vff sprechen wir Schepphen zu lipczk eyn recht.

Nach dem male dy geste den zolner schuldigen daz er sy an dem zolle vͤbirnomen habe vnd der zolner dor zu neyn spricht So mage er dez vnschuldig werden mit seynes selbes hand zu den heiligen[358] ob er thar[359] von rechtes wegen.

Daz dis recht recht sey dez zu eynem vrkunde haben wir schepphen zu lipczk vnsz jnsigel ruckenhalben[360] an disen offen brif laszin drucken.“