Mit Reit-und Packpferden hat man viel Schwierigkeiten. Im Gebirge gehe man zu Fuß und nehme Träger für das Gepäck. Radfahren ist nur auf einzelnen Landstraßen zu empfehlen; für Automobile sind nur wenige Landstraßen mäßig geeignet. Man sorge für wenig Gepäck in kleinen Stücken, mit Ölpapier gegen Regen geschützt für Bergbesteigungen. Man nehme einen zuverlässigen, empfohlenen Führer (s. oben) oder Diener an. Bei Reisen ins Innere nehme man Insektenpulver, Kampfer, Seife, reichlich Lichte und Laterne, Handtücher, Decken, ein Kopfkissen mit. Man beachte, daß warme Bäder den Europäern in Japan besser bekommen als kalte. Heiße Bäder werden viel und fast überall genommen. Man sei auch unterwegs stets mit Visitenkarten versehen; selbst in kleinen Landstädtchen wird man gelegentlich Deutsch sprechende Ärzte, Apotheker und Techniker finden.

Man sei stets höflich und zuvorkommend und nie ungeduldig; Heftigkeit macht keinen Eindruck auf die Japaner. Man verschaffe sich Empfehlungen an Behörden und versäume nie, Besuche auch bei Japanern im Gesellschaftsanzug zu machen. Frackanzug ist unentbehrlich.

In den japanischen Häfen und Befestigungen sowie 12 km im Umkreis außerhalb davon ist das Photographieren streng verboten; dazu gehören Nagasaki, Moji, Shimonoseki, Miyajima, Amanohashidate, Kamakura und Hakodate etc. (Die Karte der Welcome Society, Preis 50 sen, gibt genaue Auskunft.)
Reiseliteratur für Japan: Joseph Lauterer, Japan, das Land der aufgehenden Sonne (Leipzig 1907); Franz Doflein, Ostasienfahrt (Leipzig und Berlin 1906); Basil Hall Chamberlain, Things Japanese (London 1898); Murray, Handbook for Travellers in Japan (London 1907); A Guide-book for Tourists in Japan, herausgegeben von der Welcome Society of Japan (5. Aufl., Tōkyō 1910).


17. Von Schanghai nach Nagasaki, durch die Binnenlandsee nach Kōbe, über Ōsaka, Kyōto nach Yokohama, Tōkyō und Nikkō.

Vgl. die Karte bei S. [337].

Reichspostdampfer des Nordd. Lloyd (S. [247]) von Schanghai alle 14 Tage in 1 Tag nach (412 Seem.) Nagasaki für I. Kl. 77, II. Kl. 48,40, III. Kl. 22 M.; weiter nach (389 Seem.) Kōbe und (719 Seem.) Yokohama. Außerdem ein Zweigdampfer der Austral-Japan-Linie des Nordd. Lloyd monatl. einmal von Hongkong in 6 Tagen nach (1600 Seem.) Yokohama, von da nach 1 Tag Aufenthalt in 11/2 Tag nach (346 Seem.) Kōbe, oder umgekehrte Folge. —Österreich. Lloyd von Schanghai monatl. einmal in 5-6 Tagen direkt nach (1031 Seem.) Yokohama, von da in 11/2 Tag nach (346 Seem.) Kōbe.— Messageries Maritimes von Schanghai alle 14 Tage in 3-4 Tagen nach (755 Seem.) Kōbe, von da in 11/2 Tag nach (346 Seem.) Yokohama.—Peninsular and Oriental Steam Navig. Co. (Zwischendampfer) unregelmäßig etwa alle 14 Tage bis 4 Wochen von Hongkong über Schanghai nach Yokohama.— Canadian Pacific Railway and Steamship Line alle 14 Tage von Hongkong über Schanghai, Nagasaki und Kōbe nach Yokohama.—Pacific Mail S. S. Co. und Tōyō Kisen Kaisha gemeinschaftlich abwechselnd alle 7-10 Tage von Hongkong über Schanghai, Nagasaki und Kōbe nach (2002 Seem.) Yokohama. (Für die Fahrpreise beachte S. [411] u. [423].)—Japanische Dampfer. Nippon Yūsen Kaisha: monatl. von Hongkong über Schanghai, Moji, Kōbe nach (1101 Seem.) Yokohama; Ōsaka Shōsen Kaisha monatlich von Schanghai nach Japan.

Von Schanghai (Ausfahrt S. [266]) führt der kürzeste Seeweg mit ONO.-Kurs quer durch das Ostchinesische Meer (s. unten und S. [246]) zwischen den Inseln l. Torishima und r. Meshima (shima = Insel) hindurch nach Nagasaki (S. [349]); oder mit östlichem Kurs durch die Van Diemenstraße zwischen den Inseln Kyūshū und Tanegashima hindurch, dann nö. bis vor den Kiikanal (Linschotenstraße) und durch diese nördl. in die Ōsakabucht nach Kōbe (S. [361]); oder schließlich nö. bis zur nördlichsten der Sieben Inseln (Shichi-tō), die Ōshima oder Miharayama heißt, und dann nördl. durch den Uragakanal in die Tōkyōbucht nach Yokohama (S. [388]).