—Peninsular & Oriental Co. (Itomachi Nr. 109).—Nippon Yūsen Kaisha (Agentur gegenüber American Hatoba), 14tägig nach Hongkong, zweimal wöchentlich nach Schanghai und Yokohama. —Canadian Pacific R. & O. St. S. (Agentur Mayemachi Nr. 14), 1-2mal monatl. nach Vancouver bzw. nach Schanghai und Hongkong über Nagasaki. —Pacific Mail und Tōyō Kisen Kaisha (Agentur Kyōmachi Nr. 83 u. 81), abwechselnd etwa 3mal monatl. nach Yokohama, Honolulu, San Francisco, Nagasaki, Schanghai, Hongkong und Manila.—Nippon Yūsen Kaisha fährt an der Küste; auch nach Europa, Australien und Seattle (Vereinigte Staaten).—Ōsaka Shōsen Kaisha im japanischen Binnenmeer und nach Formosa und Dalny (Port Arthur).— Agentur der Russischen Freiwilligen Flotte: Samuel, Samuel & Co.
Banken: Deutsch-Asiatische Bank, Kyōmachi 25.—Yokohama Specie Bank, Sakaye Machi 8.—Chartered Bank of India, Australia & China, alle drei Korr. der Deutschen Bank.— Hongkong & Shanghai Bank, Bund 2, Korr. der Allgem. Deutschen Creditanstalt in Leipzig. Alle vier Korr. der Berliner Disconto-Gesellschaft.
Theater: Daikokuza.—Bentenza in Hyōgo auf dem Minatogawa; ebenda Kinematographen und Vergnügungsplätze.
Fremdenführer: Oriental Guides Society, 163 Kitanagasa Nichōme. (Führer tägl. 4 Yen für 1-3 Pers., 1 Yen für jede Person mehr); Kōbe Kaiyūsha, 4 Sannomiya-chō, Nichōme, Preis ebenso.
Deutsches Konsulat: Higashi Machi Nr. 115; Konsul Thiel.—Deutscher Klub Concordia (gutes Lesezimmer), am Ostende der Fremdenniederlassung (Settlement);—Kōbe Club (international), ebenso. Tennis, Cricket, Rowing und Athletic Club. Cricket-u. Tennisplatz. —Deutscher Arzt: Dr. Quosig, Ahashi Machi Nr. 39 in Kōbe; internationales Krankenhaus.—Deutsche Apotheke, Harimamachi Nr. 7 im Kōbe Building.
Polizei am Nordende der Fremdenniederlassung; Hafenpolizei an der American Hatoba.
Buchhandlungen: Thompson & Co., Division Street 3 (für Kelly & Walsh, Schanghai): für deutsche Bücher: Kawase, Motomachi.—Zeitungen (in englischer Sprache): Japan Chronicle; Kōbe Herald.—Photographen: Ichida (für Porträte), Motomachi, 2 chōme.— Tamamura (für Landschaften, Volksszenen), Uramachi, Nordende der Fremdenniederlassung.
Geschäftsadressen. Japan. Kunstsachen: Harishin;—Hamada, beide Motomachi, 2 chōme.—Silbersachen: Nambu und Chodaisha, Motomachi, 2 chōme.—Porzellan: Shintō Kaisha, Motomachi, 2 chōme; Taniguchi u. a., ebendaselbst.—Bambusarbeiten: Iwamoto, nahe beim Nankotempel.—Seide: Matsumoto, Motomachi, 3 chōme.— Lackwaren: Nakamura (roter Loochoo-Lack), Motomachi.
Spediteur: J. A. Christensen & Co., Nakamachi 38, gegenüber der Post.
Kōbe, erster Einfuhrhafen Japans und Hauptstadt des Hyōgo-Ken (Präfektur) in der Provinz Settsu, an der Südküste der Hauptinsel (Hondo), 36 km westl. von Ōsaka, mit dem es durch Eisenbahn sowie durch elektrische Bahn verbunden ist, bildet mit dem westlicher gelegenen Hyōgo eine Doppelstadt von 387915 Einw. Kōbe ist eine neue Stadt mit tiefem, in großartigem Ausbau begriffenem Hafen, an dem entlang das Fremdenviertel (Settlement) mit seinen Geschäftshäusern und Villen und 3328 (davon etwa 250 Deutsche und 2000 Asiaten) eingewanderten Fremden sich ausbreitet, die nahen Hügellehnen hinansteigend. Hyōgo, die ältere Stadt, mit rein japanischem Charakter, ist ein sehr alter Seehafen, der schon im 12. Jahrh. blühte. 1868 dem Fremdenhandel eröffnet, hat es seitdem großen Aufschwung genommen, ist Sitz vieler Handelsgesellschaften (122 europäische und amerikanische Firmen, 4 europäische Banken), hat viele Reisschälmühlen, eine große Baumwollspinnerei, viele Zündhölzerfabriken und andre Fabriken.
Plan von Kōbe-Hyōgo.
Die Mitsu Bishi Co. besitzt zwei große Docks in Wada bei Hyōgo, die Kawasaki Co. Docks und Schiffsbauanstalt in Kōbe. Die Einfuhr umfaßt Rohbaumwolle, Musselin, Eisenwaren, Maschinen, Petroleum, Zucker, die Ausfuhr Reis, Tee, Baumwollengarn, Seide, Fische, Kampfer, Zündhölzer, Porzellanwaren, Schirme. Die Stadt ist sehr gesund für Europäer, die Umgebung sehr reizvoll. Die deutsche Einfuhr betrug 1910 rund 50 Mill. Mk.—Rundfahrt. Von Kōbe zunächst durch das Fremdenviertel und über den Bund zum *Ikutatempel, oberhalb des Bahnhofs Sannomiya zwischen Kampferbäumen und Kryptomerien versteckt, erbaut im 3. Jahrh. von der Kaiserin Jingō Kōgō nach ihrem Sieg über Korea; von da nach den Wasserfällen Nunobiki (s. unten) und zurück zum Fremdenviertel, dann nach W. durch die Hauptgeschäftsstraße Motomachi nach dem Hauptbahnhof Kōbe zu. Wenig sehenswert ist der Nanko-(Minatogawa-) Tempel nördl. vom Hauptbahnhof, in dessen Nähe ein Aquarium und ein Basar liegen.—Dann fahre man über eine der Brücken nach Hyōgō zum *Nōfukujitempel, berühmt durch den großen Bronzebuddha, japan. Daibutsu, eine riesige Bronzefigur von 16 m Höhe und 26 m Leibumfang (1891 vom Papierfabrikanten Nanjo Shōbei gestiftet); im Innern des 2,5 m langen Gesichts, durch Treppen zugänglich, ein Altar für den Lichtgott Amida; wie im großen Tempel, hängen auch im Innern des Daibutsu viele Metallspiegel, Weihgeschenke frommer Stifter.—In der Nähe der Shinkōjitempel mit künstlerischer Bronzefigur des Amida vor einem Lotosteich. Gegenüber ein Denkmal des Kiyomori aus dem Tairageschlecht, des einst allmächtigen Premierministers (gest. 1181). —In der Nähe liegt der Seifukujitempel, und 10 Min. südl. die Landzunge Wada no Misaki, mit schönem Blick aufs Meer.—Auf der Rückfahrt besichtige man den Shintōtempel Wada no Myōjin.— Auch ein Handelsmuseum (Shōhin Chinretsujo) ist in Kōbe neben dem Sannomiyatempel.