Ausflüge: Vom Fremdenviertel nördl. auf der breiten Takemichistraße in 20 Min. zu den beiden hübschen Wasserfällen von Nunobiki, der untere Men-daki (weiblicher Wasserfall), der obere On-daki (männlicher Wasserfall) genannt, beide mit Teehäusern; weiter durch ein Tor in 10 Min. zu einem schönen Stausee. Auch auf dem Hügel Suwayama, 8 Min. westl. vom Tor Hotel, liegt ein Teehaus mit *Aussicht.— 300 m östl. vom obern Fall auf schmalem Bergpfad (schwer zu finden!) oder 20 Min. weiter östl. hinter dem Friedhof Kasugano auf breitem Weg weitergehend, gelangt man in etwa 2 St. zum höchsten Gipfel bei Kōbe, den *Mayasan (750 m), auf dem ein Tempel der Maya (Buddhas Mutter), irrtümlich Mondtempel genannt, steht; prächtige *Fernsicht über den Golf von Ōsaka; Teehäuser beim Tempel. Abstieg in 11/2 St. bis Kōbe.—Bequemer ist der Aufstieg auf den Bergkamm hinter dem Suwayama (etwa 1/2 St.), auch auf Bergpfaden hinter dem Tor Hotel zu erreichen; *Aussicht.—Im Tale westl. vom Suwayama steigt man in etwa 1 St. zum *Futatabi-san (500 m), mit schöner Tempelanlage auf dem Gipfel und vorzüglicher *Aussicht.—Ausflüge nach Akashi (S. [360]), Maiko (S. [361]), Shioya (S. [361]).
Mit Rikscha (2 Mann) in 40 Min. nach Gomotera, dann zu Fuß oder mit Tragstuhl (3 Mann zu je 60 sen) auf den Kamm des Rokkosan (850 m), 8 km lang (Bergrücken westl. hinter Kōbe, oben 60 Sommerhäuser der Fremden, Golfklub und schlechte Teehäuser. Im Sommer auch zu Pferd (1,30 Yen) oder zu Fuß von Oishi (elektr. Bahnstation) über Gomo nach Rokkosan.


Elektr. Eisenbahn über Nishinomiya und dann mit Rikscha; oder Eisenbahn über (26 km) Kanzaki (s. unten), dann Zweigbahn in 3/4 St. nach Takarazuka (Takarazuka Hotel, Tansan Hotel), Sommerfrische mit vorzüglichen heißen Bädern und dem berühmten Tansanmineralwasser. Von der nächsten Bahnstation Namaze (hübscher, aber beschwerlicher) oder auch von Sanda mit Rikscha in 11/4 St. nach Arima (Arima Hotel; einf. Gasthöfe: Sugimoto; Masuda), Sommerfrische der Fremden von Kōbe, etwa 430 m ü. M., in hübscher Landschaft gelegen; heiße Bäder; Ausflüge zum Takotori mit schöner Aussicht über das japanische Binnenmeer; ferner elektrische Bahn über Nishimomiya zum Kabutoyama (Bismarckhügel genannt wegen vier einsamer auf seinem runden Gipfel aufragender Bäume) und lohnender Fußweg von Oishi (Station der elektr. Bahn) über Gomo nach Rokkosan (s. oben).

Von Kōbe über Ōsaka und Nara nach Kyōto.

Die Tōkaidō-Staatsbahn führt vom Bahnhof Sannomiya in Kōbe über (26 km) Kanzaki durch Flußniederung nach

(33 km) Ōsaka (früher Naniwa), zweite Stadt des Reiches und mit Tōkyō und Kyōto eine der drei Fu oder großen Hauptstädte, an der Mündung des Yodogawa in die Idzumi Nada (Golf von Ōsaka).

Gasthöfe: Ōsakahotel, 12 Z., aber mäßig, Pens. etwa 7 Yen, im Nakanoshimapark, 10 Min. vom Tōkaidōstaatsbahnhof. —Nippon-Hotel.Restaurants: europäische: Shinkaite, Naniwa, empfohlen; japanische: Hanaya u. a. —Stadtbahn umgibt die Stadt, mit vielen Stationen, darunter Umeda (nahe dem Osakahotel), der Hauptbahnhof für Kōbe, Shimonoseki, Kyōto, Nagoya und Yokohama; Minatomachi-Bahnhof für Nara, Nagoya; Namba-Bahnhof für Sakai, Hamadera, Wakayama und der Hafenbahnhof Ajikawaguchi. —Eisenbahnen nach Kōbe, Kyōto, Wakayama, Maizuru und Nara.— Elektr. Bahnen 50 km Stadtbahnnetz; Fernbahn nach Kyōto (Keihandensha) und nach Takarazuka mit Zweiglinie nach dem Ahorndorf Mino.— Dampfer der Nippon Yūsen Kaisha und der Ōsaka Shōsen Kaisha nach allen japanischen, koreanischen und chinesischen Häfen.—Banken: nur japanische.—Theater (gut): Fünf große im Dōtombori-Stadtviertel; Geishavorstellungen. —Photographische Apparate: Kuwada, Shinsaibashi.—Geschäftsadressen. Satsumaporzellan: Yabu Meizan, 197 Naka Nichome, Dōjima;—Seidenstoffe: Takashimaya, Shinsai-bashi-suji;—Kunstsachen: Yamanaka, Kōraibashi und Naniwabashi-dōri. —Gute Geschäfte aller Art in Shinsai-bashi-suji; auch die Basare (Kwankoba), besonders Furitsu Hakubutsu-jō nahe Umedabahnhof, sind gut.

Ōsaka liegt in der Deltaebene des Jodogawa und wird von vielen Kanälen durchschnitten (»japanisches Venedig«), hat berühmte Tempel, ein schön gebautes, aber unbedeutendes Fremdenviertel in Kawaguchi, die Ruine eines alten Schlosses und (1910) 1226590 Einw. Für den Binnenverkehr ist Ōsaka die erste Handelsstadt des Reiches, namentlich für Reis, Baumwolle und Seidenwaren. Neuerdings verliert Ōsaka seinen spezifisch japanischen Charakter aber sehr rasch, obgleich wenig Europäer hier wohnen, und entwickelt sich immer mehr zu einer von hastigem Leben erfüllten rauchigen Industriestadt; große Textilindustrie (Baumwollspinnereien, Teppichwebereien) und Zündholzfabriken.