13 km nö. von Kirinde liegt Palutupane (Rasthaus), ein vorzüglicher Platz zur Jagd auf Elefanten, Büffel, Bären, Leoparden, Rehwild und Fasanen; in den Dschungeln trifft man viele sehr alte Ruinen. Von Palutupane guter Reitweg nach (209 km) Batticaloa (s. oben). Das Waldgebiet des Flusses Yala ist besonders schön.—Von Hambantota läuft der Dampfer nach Matara (Gasthof und bequemes Rasthaus), einer großen blühenden Stadt, Endpunkt der Küstenbahn nach Colombo.—Nach kurzer Dampferfahrt erreicht man
Point de Galle (Oriental Hotel), meist nur Galle genannt, sehr alte Seefestung mit 30000 Einw., aber schlechter Reede, daher seit dem Hafenbau von Colombo nicht mehr Dampferknotenpunkt. Die Umgebung ist sehr schön, der Palmenbestand wird als schönster auf Ceylon gerühmt. Landungsplatz an der Nordseite des Hafens. Mehrere Buddhistenklöster sind sehenswert.— Rückfahrt von Galle nach Colombo mit Dampfer oder mit Bahn (119 km) über Bentota, Kalutara und Mount Lavinia.
6. Von Colombo über Madras(-Ootacamund) nach Calcutta.
Darjeeling.
Vgl. die Karten bei S. [96] und [64].
Dampfer der British India Steam Nav. Co. meist mangelhaft, Verpflegung etc. mäßig. Von Colombo nach (180 Seem.) Tuticorin in 13 St., dann South Indian Railway nach (443 M, 713 km) Madras in 22 St. Abfahrt von Colombo gegen Abend, Ankunft in Tuticorin etwa 7 Uhr Vm.; Ankunft in Madras (Egmore) am nächsten Morgen; Fahrpreis Tuticorin-Madras I. Kl. etwa 28, II. 14 Rup. Zusammengestellte Fahrscheine, 2 Monate gültig, sind nur in Cook's Office zu haben, desgleichen solche für 2 Monate, mit Erlaubnis, überall die Reise zu unterbrechen, für die Fahrt von Colombo über Madras nach Calcutta. Fahrzeit Madras-Calcutta 43 St. auf der neuen Ostküstenroute (New East Coast Route). Eisenbahnzeit (Standard Time) ist 9 Min. früher als Madras-Ortszeit. (Über indische Bahnverhältnisse s. S. [49].) In allen Schnellzügen ist bei Tage Eis und Selterwasser zu bekommen. Die Bahnwirtschaften der South Indian Railway sind meist gut.
[Eisenbahn nach Indien über die Adamsbrücke ist im Bau (vgl. S. [124]); die neue Linie wird über Anuradhapura (S. [119]) führen und bei Medawachehiya nach Manár abzweigen, dann über Rameswaram nach Mandapam und Madura; dort Anschluß an die South Indian Railway, die über Döndigul und Trichinopoly nach Madras führt. Die Linie soll in einigen Jahren in Betrieb kommen.]
Dampfer Colombo-Madras: British India Steam Nav. Co. wöchentlich, wobei sie Küstenhäfen anlaufen.
Österreichischer Lloyd monatl. von Colombo über Madras (3 Tage) und Rangoon (8 Tage, 2 Tage Aufenthalt) nach Calcutta in 14 Tagen.
Dampfer Colombo-Calcutta: wie nach Madras; außerdem: Messageries Maritimes, monatliche Zwischendampfer laufen Pondichéry an;—Peninsular & Oriental Co. Zwischendampfer alle 14 Tage.
Geographisches. Die Ostküste der vorderindischen Halbinsel, die Koromandelküste, ist ganz flach, sandig, teilweise mit Dünenzügen besetzt, von Nehrungen begleitet und ohne alle natürlichen Häfen. Die Flüsse des Dekhans schütten vor ihr meist Deltas auf, ein Zeichen dafür, daß die Küste in langsamer Hebung begriffen ist. Hinter ihr breitet sich bis zum Abfalle der Ostghats eine durchschnittlich 100 km breite, sandige Küstenebene aus, die außerhalb der Regenzeit meist dürr und gelb aussieht und zum Teil nur mit Hilfe künstlicher Bewässerung bebaut werden kann. Sie ist reizlos und ungesund. Landschaftliche Schönheiten bieten sich dem Reisenden erst wieder dar, wenn er die Nilgiriberge (S. [128]) aufsucht.
Auf der Überfahrt von Colombo in NW.-Richtung über den Golf von Manár hat man meist bewegte See; man sieht christliche Fischerboote mit rotem Kreuz im Segel und mit Ausliegern. Die Dampfer ankern in Tuticorin 8 km außerhalb vom Lande, die Landung geschieht auf kleiner Dampfbarkasse, die bei bewegter See 3/4 St. bis zum Landungsplatze fährt. In Tuticorin Zolluntersuchung (S. 49); für Waffen jeder Art, auch Jagdgewehre, ist Zoll zahlbar und Passierschein erforderlich.
Grosser Tempel in Madura.