Fahrzeit von Myohaung bis Gokteik Viaduct etwa 8 St., bis Lashio etwa 23 St., weil der Zug in (124 M) Hsipaw übernachtet, auch auf der Rückfahrt von Lashio.
Der Expreßzug von Rangoon erreicht nach 20 St. (386 M) Mandalay.
Mandalay.
Gasthöfe: Salween House Hotel, Pens. 12 Rup.—Gale's Hotel, neben dem Postamt, beide mäßig.—Schlafgelegenheit auch im Dâk Bungalow, gut, gegenüber dem Bahnhof (nur mit Erlaubnis des Distriktskommissars), und im Upper Burma Club im Palastviertel, wenn man Empfehlung hat (auch Damen können eingeführt werden). Wer mit Dampfer weiterfährt, kann sofort auf dem Dampfer (sehr gut) wohnen.
Wagen: Minderwertige Ticca gharries zu festen Preisen.—Dampfer der Irawaddy Flotilla Co. zweimal in der Woche flußaufwärts bis Bhamo, flußabwärts bis Rangoon.—Bank: National Bank of India, Korr. der Berliner Disconto-Gesellschaft und der Deutschen Bank in Berlin.—Theater: Gelegentlich sehenswerte Yein Pwes (S. [146]).—Ärzte: mehrere englische.— Apotheken: Burma Medical Hall; Mandalay Medical Hall.—Zeitungen: Mandalay Herald; Mandalay Times.— Photograph: Johannes & Co.
Geschäftsadressen: Reiseartikel und europäische Bedürfnisse: Moses & Friends; E. Solomon & Co.; Rowe & Co. Kunstsachen: Samuels. Seidenstoffe (feinste, handgewebte Seide der Erde): Makkim.
Die Stadt Mandalay (Pattaniapura), 96 m, hat 183816 Einw. und war 1857-85 Hauptstadt des Königreichs Birma; die Stadt besteht aus drei ineinandergeschobenen Vierecken, von denen die innern noch mit Mauern umgeben sind. Stark befestigt und bewacht ist das englische Cantonment, *Fort Dufferin genannt, das alte Palastviertel, von den Birmanen »Mitte des Weltalls« genannt, vom König Mindon Min 1857 erbaut; die alten Paläste des Königs, der Königinnen, die geheime Ratskammer, das Königskloster, die Audienzhallen sind mit reich vergoldeten Schnitzereien geziert und werden von den Engländern als Regierungsgebäude und Kasernen benutzt. Das Government House liegt im großen Wachtturm auf der Mauer des Palastviertels. Eine 2,5 km lange, 9 m hohe weiße Zinnenmauer umgibt die Königsstadt, über den sie umschließenden Graben führen fünf Brücken, davon die nördliche, die »Brücke des Todes«, nur für Leichenzüge. Im breiten Wassergraben wachsen rote Lotosblumen. Schöne Reste von Ziergärten. Von einem runden Aussichtsturm überblickt man das Palastviertel.—Vom *Mandalayhügel prachtvoller Überblick über die *450 Pagoden (jetzt 729 kleine weiße Pavillonpagoden, die am Fuße des Hügels einen großen Mitteltempel umgeben); man sieht bis Amarapura (S. [153]); in der Nähe das Glasskloster.—Nahe dem Bahnhof das schönste und größte Kloster von Birma, das *Goldene Kloster der Königin (mit unzähligen Tis, phantastischen Figuren, Balkonen und Säulenpfosten, ein Musterwerk birmanischer Holzschneidekunst), Priester dienen gern als Führer. In derselben 85. Straße liegt die Saik Yah Theehahpagode mit großer Marmorfigur Buddhas.—Der *Basar ist wegen seiner Volkstypen sehenswert, und weil man sehr gute Seidenstoffe und gelegentlich auch Antiquitäten preiswert kauft; Gelegenheit zu photographischen Aufnahmen des Volkslebens.—
Plan von Mandalay.
Die *Arrakanpagode (Maha Myat Muni) ist nächst der Shwe Dagon in Rangoon (S. [148]) die heiligste und größte in Birma; ihr sehr schönes, berühmtes bronzenes Buddhastandbild soll nach der Legende von Buddha selbst zusammengefügt sein; es ist 1784 von Akyab über die Berge nach Mandalay geschafft. (Sehr besuchter Wallfahrtsort.)—Außerdem enthält Mandalay noch viele Sehenswürdigkeiten, deshalb ist mehrtägiger Aufenthalt für Reisende, die birmanisches Leben kennen lernen wollen, sehr empfehlenswert.