»Sagen Sie mir aufrichtig,« sagte Görtz und deutete mit dem Kopf nach des Königs geschlossener Tür, »wie lange ist es eigentlich her, seit unser Held zuletzt badete?«
Grothusen antwortete:
»Laß mich sehen! Er badete das letztemal vergangenen Sommer zu Demotica … Aber er ließ sich in der Zwischenzeit mit Eiswasser übergießen … Über so etwas kann die Exzellenz gut mit ihm spaßen … Nur eines will ich raten. Sprechen Sie nicht unnötigerweise von den Schweden!«
Görtz schloß die Augen und nickte und ging zum König hinein.
Ein leiser Schatten flog über Grothusens faltige Stirn, und er murmelte Müllern zu:
»Während Seine Majestät sich dem Teufel verschreibt, gehe ich, glaube ich, auf den Jahrmarkt hinunter und verjage die Gedanken.«
Als Görtz den König begrüßte, trat er mit einer manierlichen Ungezwungenheit und ohne ein einziges schmeichlerisches Wort vor ihn hin.
»Wunderlich!« sagte er, »lassen Sie in einem großen Saale eine Münze fallen, so rollt sie über den ganzen Boden, bis daß sie sich unter dem Schrank versteckt.«
Der König, der gegen den fremden Glücksfreier noch teilweise mißtrauisch war, nahm einen Dukaten aus der Börse, die zufällig über den Papieren auf dem Tische offen dalag, und warf die Münze auf den Boden. Sie rollte im Kreis und blieb gerade vor ihm liegen.