Von höchster Anspruchslosigkeit sind auch die folgenden Adjektiva:
Von der begeisternden Freiheit und von der löblichen Gleichheit. —
Von dem würdigen Dunkel erhabener Linden beschattet. —
Musen, die ihr so gern die herzliche Liebe begünstigt. —
Und so leitet' er sie die vielen Platten hinunter. —
Morgen fangen wir an zu schneiden die reichliche Ernte.
Ebenso die adverbialen Zusätze:
Da versetzte der Wirt mit männlichen klugen Gedanken. —
Ruhig erwiderte drauf der Sohn mit ernstlichen Worten. —
Und es versetzte darauf der Apotheker mit Nachdruck u. s. w.
Dieselbe Blässe des Ausdrucks bei Schilderung der die Personen bewegenden Empfindung. Das Mädchen, sagt Hermann von seiner Geliebten:
Das ich allein nach Haus zu führen begehre. —
Wünschtest du nicht noch vorhin, er möchte heiter und lebhaft
Für ein Mädchen empfinden? —
Sollt' ich im Arme der Braut, der zuverlässigen Gattin
Mich nicht erfreuen des Kriegs?
Dorothea von ihrer Liebe zu Hermann:
Sondern weil mir fürwahr im Herzen die Neigung sich regte
Gegen den Jüngling. —
Wo ich beschämt und ängstlich nur stehe,
Frei die Neigung bekennend und jene thörichte Hoffnung.
Hermann tadelt des Apothekers Egoismus, der
Leiden und Freuden zu teilen
Nicht verstehet und nicht dazu von Herzen bewegt wird.