Dieselbe kühle Wendung braucht der Pfarrer von Hermanns Liebe:
Das Mädchen, das eurem geliebten
Guten verständigen Sohn zuerst die Seele bewegt hat.
Auch die Wonne der endlichen Vereinigung beider Liebenden spricht sich zwar gesteigerter, aber immer noch mit sparsamer Beherrschung des Ausdrucks am Schlusse aus:
Da schön mir die Liebe das Glück hier
Neu bereitet und mir die herrlichsten Hoffnungen aufschließt.
Auch in den Naturszenen sind nur ganz milde Farben aufgetragen:
Die herrliche weite
Landschaft, die sich vor uns in fruchtbaren Hügeln umherschlingt.
So die Schilderung der Weinlese, selbst im vorletzten Gesange die des Gewitters und Mondscheins:
Also gingen die zwei entgegen der sinkenden Sonne u. s. w.
und später:
Herrlich glänzte der Mond, der volle, vom Himmel herunter u. s. w.