799. Rossoli von Mandeln.

4 Loth süße und 4 Loth bittere Mandeln oder 4 Loth Pfirsichkerne, wovon die Haut abgezogen wird, stoßt man mit den Mandeln fein, schneidet ein halbes Loth Galanth in Stückchen, thut dieses Alles mit einer Pomeranzenschale, für einen Kreuzer rothen Sandel, in einen gläsernen Kolben, gießt noch eine Maas Vorlauf oder starken Fruchtbranntwein, einen Schoppen Zimmtwasser daran, bindet den Kolben gut zu, stellt ihn 12 bis 14 Tage in die Sonne oder sonst in Wärme, zieht das Rossoli durch einen Filzhut und bewahrt es auf.

800. Reformirter Thee.

Man gießt Milch in eine Pfanne, so viel man braucht, thut ein Stück Zimmt daran, etwas Citronenschalen, nimmt so viel grünen Thee, als man mit 3 Fingern fassen kann, läßt es miteinander 6 Minuten kochen, schlägt 6 Eiergelb in einen Topf, rührt sie mit kalter Milch glatt, gießt die kochende Milch durch ein Haarsieb langsam daran, thut sie nochmals in die Pfanne und läßt sie anziehen.

801. Wips.

Man nimmt eine Maas Wein, ein Pfund Zucker, 24 Eier in eine Pfanne, schlägt dieses auf dem Feuer mit einem kleinen Besen so lange, bis es anfängt zu kochen, nimmt das Getränk vom Feuer weg, schlägt es noch eine Viertelstunde, dann ist der Wips fertig. Man kann auch Champagner, statt gewöhnlichem Wein, dazu nehmen.

Verschiedenes.

802. Kuttelfuß.

Ein Ochsenmaul und einen Ochsenfuß siedet matt recht weich, läßt sie erkalten, schneidet sie zu dünnen Schnitten, kocht sie hierauf noch eine Zeit lang mit etwas Essig, einem Schöpflöffel voll von der Brühe, worin sie das erste Mal gekocht wurden, etwas Salz, der gewiegten Schale einer Citrone und Pfeffer, bis wenig Brühe mehr daran ist, gießt nun Alles in irgend einen Model, läßt es darin gestehen und stürzt es dann auf eine Platte.

803. Preßkopf.