[13] 12, 5. engelt ›Ersatz‹. Grimm Wb. III, 541 übersetzt es mit ›pretium‹.

[14] 12, 10. nestlinge in übertragener Bedeutung von den Kindern: s. Sanders Wb. d. d. Sp. II1, 429, und zu 43, 4.

[15] 13, 17. entrisch s. Schmeller b. W. I, 88. Hier ist es zusammengebracht mit ags. ent Riese. Beóv. 1680, 2718, 2775 (3. Ausg. v. M. Heyne). Schmeller I, 77 erklärt enderische (entarisch, entrisch) mit ›befremdlich, ungewöhnlich, nicht recht, nicht geheuer‹; es liege darinn immer der Begriff des Fremden, Andern.

[16] 15, 13. zuchtiger ›Henker, Scharfrichter.‹ Schmeller IV, 247.

[17] 15, 14. wigen ein mir unbekanntes Wort, vielleicht ein Marterwerkzeug. Dies wäre möglich, wenn es sich mit weiganvexare‹ (s. Lachmann kl. Sch. 203 und Wb. III, 555b f.) zusammenbringen liesse.

[18] 17, 6. Ein bekanntes Sprichwort, das auch im Mittelalter oft gebraucht wurde; so Hartm. Büchlein I, 496, Boner Edelstein 63, 53. Redensartlich: ›schaden und schande gewinnen‹ Erec2 6741, Iw.3 2029. s. Martin zur Kudrun 132, 4.

[19] 23, 5 ff. Zu vergleichen W. Wackernagel kl. Schr. I, 338 Anm. 130. Sollte wol eine Abbildung des Saturnus zu Grunde liegen? Man vergleiche, was Fulgentius (in Auctores Mythographi Latini. Cajus Julius Hyginus, Fab. Planciad. Fulgentius, Lactantius Placidus, Albricus Philosophus. Curante Augustino van Staveren. Lugd. Bat. et Amstelaed. 1742. S. 626) sagt: ›Saturnus Pollucis filius dicitur, Opis maritus senior, velato capite falcem gerens...‹ und Albricus (ebd. S. 869): ›Saturnus pingebatur, ut homo senex, canus, prolixa barba, curvus, tristis, et pallidus, tecto capite, colore glauco; qui una manu, sed dextra, falcem tenebat...

Noch besser würde zu der in unserem Werke gegebenen Schilderung die Darstellung des Jupiter Dolichenus passen, wie Prof. Dr. O. Benndorf mir freundlichst mitteilte. In Felix Hettners: De Jove Dolicheno S. 2 heisst es: ›Deus sic fere solet sculpi: stat in tauro dextrorsum verso barbatus, caput vestitus pileo, lorica indutus, paludamento amictus, ocreatus, soccatus; in sinistra tenet fulmen, in dextra elevata bipennem; praeterea in plerisque monumentis fictae sunt aquila et Victoria deum coronatura.‹ Ein heidnisches bilde, welches den tôt darstellt, wird zertrümmert Wolfdietrich D (B. Hb. IV) VI, 114 ffg.

[20] 24, 1. Genes. II, 17.

[21] 24, 9. Dieses Sprichwort ist auch heute noch gang und gäbe s. Wander III, 362 Nr. 24: ›Alter Mann, neue Mär; gelehrter Mann, unbekannte Mär.‹