[30] 29, 16. Offenbar L. Annaeus Seneca, der Philosoph, der sich 66 n. Ch., da er wegen Teilnahme an einer Verschwörung des Piso zum Tode verurteilt wurde, die Adern öffnete. s. Tac. Ann. XV 60 ff. Von seinen Werken mag wol eine der zwei Trostschriften gemeint sein: de consolatione ad Polybium oder de consolatione ad Marciam; welche, ist bei der Allgemeinheit der Stelle nicht zu entscheiden.

[31] 29, 20. Aehnlich Wander I, 80 Nr. 21: ›Anfang und Ende reichen einander die Hände‹.

[32] 30, 9. s. Wander IV, 832 Nr. 46: ›Sobald ein Mensch geboren, ist er alt genug zu sterben‹. (Aus Petri ›der teutschen Weissheit‹ Hamburg. 1605. Bd. II.)

[33] 30, 13 f. Aehnliche Sprichwörter bei Wander I, 382 Nr. 33 ›Reife Birnen fallen gern in den Koth‹ (geschöpft aus dem Florilegium Politicum von Christophorus Lehmann 1630.) Lehm. II, 535, 30. Eiselein (Sprichwörter und Sinnreden des deutschen Volkes 1840) 78. Nr. 36: ›Wenn de Bire ruip es, fällt se meir up’n Dreck, osse up’t Regne‹. (Regne = Reine); (Lippe). Firmenich (Germaniens Völkerstimmen. Berlin 1843 ff.) I, 267. Nr. 37: ›Wenn dei Beer riep is, föllt sei ihre in’n Dreck, as up’n Rosenbladt‹. (Mecklenburg). Nr. 48: ›Zeitige birn fallen zuletz in koth‹. Henisch (Teutsche Sprach und Weissheit 1616) 392.

[34] 30, 14. reisend: ›von selbst abfallend‹ (in Folge ihrer Reife.)

[35] 30, 19. Hermes offenbar H. genannt Trismegistos: s. Paulys Realencyclopädie der klass. Alterthumswissenschaft III, 1209 ff. und Preller griech. Mythol.3 S. 340 und Anm. 3.

[36] 32, 8. Der Sinn ist: ›Wie die Gans gedankenlos schnattert, so hast auch du keine Richtschnur (fadenricht) für deine Gedanken, sprichst Thörichtes‹.

[37] [34, 5. Vielleicht mit Cab pickel ›Spitzhacke‹? Martin.]

[38] 36, 6. Psalm L, 7 B.

[39] 36, 15. leschkruk: wol mit Bezug auf das viele Trinken.