[49] 43, 4. nest ›das Lager, Bett, Ehebett‹, s. zu 12, 10.

[50] 43, 12. Ein im Mittelalter oft gebrauchtes Sprichwort; so in Freidank 101, 7 ›ez enist kein huote alsô guot sô da’s ein wîp ir selber tuot‹. Vgl. Zingerle a. a. O. S. 36 f.

[51] 44, 18. widerpurren sw. v. (simplex: bürn, burn oder burren) ›sich wider Jemanden erheben, sich entgegensetzen‹.

[52] 45, 2. werewort ›Vertheidigungsworte‹.

[53] 45, 14. muffeln wol hier gleich muffen ›murren, brummen‹, s. Schmeller III, 554; vgl. Wb. 2, 274a.

[54] 47, 15. hauptman von berge: s. W. Wackernagel kl. Schr. I, 307 Anm. 6 und Grimm Mythol. S. 807; beide geben auch nur Vermuthungen über den Sinn des Ausdrucks.

[55] 48, 3. Epist. B. Joannis Apostoli I, 2, 16.

[56] [48, 14. Vgl. Hagen MS. III, 452a: die snüere müezen brechen wol, swâ der esel klenket gîgendœne; vgl. auch Strauch, der Marner S. 160 Anm. zu Z. 4 f. und ferner Carm. Bur. S. 40 Brunelli chordas incitant. Afrz. Flore ed. Bekker v. 812 et les asnes faisoit harper. Bildlich dargestellt auf dem bekannten Portal zu Verona, wovon andere Stücke in der Z. f. d. A. XII, 331 beschrieben sind. Missverstanden aus dem griechischen: ὄνος πρὸς λύραν von einem gegen jede Musenkunst unempfindlichen Menschen. Martin.]

[57] [49, 1. Der starke Boppe. Wackernagels Vermutung (Zeitsch. VIII, 349), dass der öfters vorkommende Beiname der starke von dem Baseler Dichter Boppe, dessen Sprüche in die siebziger und achtziger Jahre des dreizehnten Jahrhunderts fallen, herrühre, steht in Widerspruch gegen eine von Haupt (ebd. III, 239) angeführte Stelle in den lat. Predigten Bruder Bertholds, der bekanntlich 1272 starb und von Boppe in Ausdrücken spricht, die annehmen lassen, dass dieser früher gelebt habe. Sie stützt sich auf die Colmaer Annalen, die um 1270 einen Baseler des Namens, ohne ihn indessen als Dichter zu bezeichnen, seiner Stärke wegen rühmen, in Ausdrücken, die dem Epos entnommen sind: s. meine Anm. zur Kudrun 106, 1. So möchte doch wol auch der erste Träger des Beinamens vielmehr einer Zeit angehören, die auch sonst historische Persönlichkeiten sagenhaft verherrlicht hat. Mon. Germ. St. 6, 203 sagt Eckehard von Ursperg: ex parte quoque regis Heinrici Poppo (de Henneberg fügt die Anm. des Herausgebers hinzu) vir mire fortis occubuit: in dem Treffen zwischen Heinrich und dem Gegenkönige Rudolf bei Strowi am 7. Aug. 1078. Wie dieser Poppo VIII. hatte auch Poppo XIII. den Beinamen fortis: v. d. Hagen MS. 4, 62. Es wird sich mit dem Namen der Beiname ebenso eng verbunden und zusammen vererbt haben, wie Dietrich der mære helt: s. Uhland in Pfeiffers Germ. 1, 306. Martin.]

[58] 50, 4. krochen, vielleicht kroten? oder sollte es reimen mit dem folgenden gerochen? krachen mit B gegen Aab einzusetzen, zumal auch C ein o hat, schien voreilig.