[59] 50, 14. Aus Platos Phaedon Cap. XVI: s. die Abhandlung.
[60] 52, 12. Ecclesiastes IX, 12.
[61] 54, 1. ff. ist wol als Interpolation anzusehen, trotzdem sich diese Stelle in drei Hss. (ABD) findet. Die ganze Stelle zeigt nämlich eine auffallende Aehnlichkeit mit der Bibelstelle Ecclesiastes II, 4 ff. Der Schreiber der gemeinsamen Vorlage mochte diese am Rande als Erläuterung des Vorangehenden eingetragen haben, und von hier mag sie in den Text gekommen sein.
[62] 54, 20. gewaltiger herschaft ›durch Vollmacht erlangter, precärer‹? M.
[63] 55, 11. C. XXXIV. Die grossen rothen Buchstaben stehen am Eingange der Absätze, die, den letzten allein ausgenommen, mit dem Refrain: ›erhore mich‹ schliessen. Nun sind aber in allen Ueberlieferungen ausser den sechs Buchstaben, die den Namen ›Johann‹ geben, auch noch E und S durch Grösse ausgezeichnet. Sie stehen ebenfalls am Anfange von Absätzen, die mit ›erhore mich‹ schliessen. Durch Umsetzung dieser Abschnitte erhielte man den Namen ›Johannes‹. Dann müsste nach dem Worte gut (58, 6) eine grössere Interpunktion gesetzt werden und die beiden Theile, die mit Ewige lucern (56, 17.) und Schatz von dem (57, 5.) beginnen, derselben nachgesetzt werden. Möglich ist jedoch auch, dass der Verfasser in diesem Akrostichon die Buchstaben nicht ganz in der Reihe, wie sie in seinem Namen stehen, folgen liess.
[64] 55, 17. alter greiser jungling. So genannt, weil er in Christus sich erneute; ›sein graues Haar, sein weisser Bart wurden braun‹. s. W. Grimm Konrads goldene Schmiede Einleitung S. XXIX, 17 ff. ›Daher ist er auch altherre und juncherre zugleich‹ (ebd.). Vgl. noch Walther 24, 26.
[65] 55, 19. O liecht. Vgl. g. sm. XLVIII, 19 und XXXVIII, 34.
[66] 56, 1. Genes. I, 3.
[67] 56, 8. hantbeschauer. beschauern nach dem Wb. der Brüder Grimm I. 1548 ›tueri, tegere‹. Hier wird auch verglichen schauer ›Obdach‹. Sonach hiesse hantbeschauer ›Schützer mit der Hand‹.
[68] [56, 12. Vgl. R. Köhler Germ. VIII, 304: ›Die Ungleichheit der menschlichen Gesichter‹. Martin.]