»Hübsch sind die«, meinte sie. »Wollen Sie ihn nicht zurückwerfen, Herr Friedberg?«
»Zurückwerfen? Das könnte man. Aber eigentlich sollten sie ihn sich selber holen. Sie tun, als gehörte ihnen die ganze Welt!«
»Das tut sie auch«, sagte das Mädchen und erschrak über ihre eigenen Worte.
Aber Friedberg verstand sie vollkommen: Das war ein Scherz gewesen, der nur seine Meinung bestätigen sollte.
Da krachte das Staket gefährlich, und die Büsche rauschten unter einem heftigen Niedersprung. Ein wenig gebückt, mit raschen Bewegungen, frech über die Blumenbeete und den Rasen hin, schritt hastig und suchend der junge Störenfried ihres einsamen Traums. Er war im gestreiften, weißen Tennisanzug, hatte geflochtene Ledersandalen an und das Racket flog stürmisch und ohne Rücksicht in die Zweige der Büsche und schlug sie zur Seite.
Friedberg war in heller Empörung aus dem Schatten der Laube getreten, und nun begegneten sich die beiden auf dem Weg. Der Kandidat hatte den Ball in der Hand und kniff ihn, so fest er konnte, zusammen, denn irgendwo mußte sein Verdruß sich Luft machen. Einfach so in den Garten zu springen! Er vergaß nicht, »Guten Tag« zu sagen, fügte dann aber gleich hinzu: »Ich hätte Ihnen das Ding da schon zurückgeworfen.«
»Darauf kann ich nicht warten«, sagte der andere frech. »Geben Sie her. Übrigens ist ›das Ding da‹ ein Tennisball.«
Friedberg gehorchte, völlig eingeschüchtert durch diese Anmaßung. Er sah das Lächeln des anderen nicht, der wirklich gern höflich gewesen wäre, aber die Anrede, die ihn empfangen hatte, ließ es nicht zu.
»Danke«, sagte der Fremde kurz und drehte sich um.
Friedbergs geknickter Grimm war auf der Jagd nach Worten jählings durch etwas ganz Außerordentliches unterbrochen worden und hatte einem maßlosen Erstaunen Platz gemacht. Ehe noch der Fremde zwei Schritte gemacht hatte, hörte er hinter sich: