».... denn unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit. Schaff sie meinem Kind, du Heiland der Welt, Herr Jesus Christus.« —


Mark Enz schritt durch den Wald; die Felder nahmen ihn in ihrer reifenden Fülle auf, wieder der Wald und endlich die breite, rote Heide, ein blühendes Meer. Es zog eine Schar Kinder singend mit ihrer Lehrerin dahin, immer zwei und zwei schritten sie und hatten sich bei den Händen gefaßt. Die weißen Kleidchen und die Blondköpfe leuchteten über dem Korn und am grünen Hintergrund der Buchen. Er hörte die hellen Stimmen, die fein und inbrünstig erklangen, der Sonne und dem schönen Tag dankbar, da blieb er stehn und lauschte:

»Des Sommers goldner Segen
liegt auf den Feldern still und heiß.
Wir finden Mohn und Ehrenpreis
auf unsern lieben Wegen.«

Das Lied verklang im Heidegrund, und der Wald nahm die kindlichen Sängerinnen in seinem Schatten auf. Die Welt ward still.

Ende.


Liste korrigierter Druckfehler:

[Seite 27], Komma eingefügt (In der Abendsonne sangen Rotkehlchen und Finken, es glühte von rotem Gold)

[Seite 99], "Erlösunswerk" geändert in "Erlösungswerk" (Und es galt das Erlösungswerk vollkommen zu machen,)