So geschah es, daß ich mit diesen Gedanken eines Tages zu Asja kam. Sie hob mir beide Arme entgegen und ich beugte mich, zitternd vor innerer Not, unter ihren Liebesgruß.
»Asja, glaubst du an Gott?«
»Wie fragst du so rasch, so böse?« sagte sie erschrocken.
»Antworte mir!«
»O Freund, ich kann nicht sprechen.«
»So sieh mich an. Antworte auf deine Art, aber antworte.«
»Du Lieber, wie es dich quält! Ach, wäre ich, was du ersehnst!«
»Ich glaube an die Liebe«, sagte sie und mir war, als habe sie mich vergessen. »Ich will kein Bild von Gott. In der Liebe ist alles beschlossen, der Vater, das ist der Gehorsam in uns, der Sohn, das ist die Offenbarung in uns, und der Geist, das ist die Gemeinschaft. Sei doch ruhig, du Lieber, in deinem Sinn, so brennend und allein. Es ist alles geschehn. Nicht wir sollen die Liebe erwählen sondern sie hat uns erwählt.«
»O Asja, du machst das Herz froh.«