Er hieb ihr mit diesen letzten Worten seine Gerte über die Schulter ... wieder, ein drittes Mal. Er stand da wie aus hartem Holz, unbeweglich. Lau und hell, ohne Laut und wie gebrochen sank Kaja an seinen Knieen nieder, umschlang deren eines und drückte ihre Lippen fest und heiß darauf.

»Schöner ... Lieber«, sagte sie deutlich und hob den Blick zu ihm empor.

»Nicht jämmerlich werden, meine Kleine,« antwortete er, »wir wollen im Stil bleiben. Steh auf! Komm mit!«

Er nahm sie und trug sie halb in seinem Arm, sie so fest umschlingend, daß ihr das Gehen beinahe unmöglich war, aber so schien es ihm recht zu sein. Wie ein nachsichtiger Sieger neigte er sich ein wenig zu ihr herab, verächtlich und gierig. Aber so gewalttätig sich mir in Handlung und Erscheinung das Bild seines Triumphes darbot, sah ich ihn doch als einen gefügigen Sklaven und bebte vor Kajas Macht. »Das willst du! Und das ...« klang sein Wort an sie in mir nach, wie der Anprall eines Steins im zerspringenden Glas nachklingt. —


Am anderen Tage traf ich Kaja allein am Strand, sie sah, daß ich mein Bündel und meinen Stock bei mir hatte. Ich war stundenlang um das Haus geirrt, um sie zu finden.

»Du gehst?« fragte sie.

»Ja, Kaja, ich gehe.«

»Also weißt du. Sieh, ich möchte nicht ...«

Sie sah mich an. Ihren Blick werde ich nie vergessen, solange ich lebe.