„Und wie, Panja! Sich und andere.“

„Spotte nicht,“ bat er, „dies sind ernste Dinge, und wenn ich auf den Schlaf warte, so muß ich viel darüber nachdenken.“ Und er blinzelte in die Morgensonne, die grünes Feuer im Palmengitter entzündete, und spiegelte sich dann gedankenvoll in einer runden Kupferkanne, die ihm sein Bild ähnlich zurückgegeben haben mag, wie die Welt seiner Gedanken in seinem Kopf aussah.

„Warum heiratest du nicht?“ fragte ich ihn. Es war einen Augenblick still. Das Geschrei der Handelsleute und Ausrufer von der Basarstraße klang zu uns herüber, und die Zweige im Gebüsch schaukelten unter dem Morgenspaziergang irgendeines größeren Tiers.

„Vielleicht ein Affe“, meinte Panja. Man sah, er dachte an etwas anderes. „Gut,“ brach er plötzlich eifrig los, „ich heirate, aber was dann? Es ist nicht verlockend, zu wissen, was einen auf dem Nachtlager erwartet, solange man jung ist. Zur Liebe gehören die Neugierde und die Gefahr, die erlaubte Liebe ist wie ein gefangener Vogel.“

Ich beschloß, ein wenig ernster zu werden, und sagte deshalb leichthin:

„Wenn es nur das gäbe, was du jetzt Liebe nennst, Panja, so hättest du recht, aber es kann vorkommen, daß das Herz sich überall wie ein gefangener Vogel vorkommt, nur nicht dort, wo eine bestimmte Frau wartet.“

Panja dachte nach. „Es kommt vor, Sahib, aber es geht vorüber.“

„Vielleicht kommt dafür etwas anderes?“

„Was sollte kommen, Sahib?“

„Vielleicht ein Sohn.“