Das Moormännchen

Kreuz Teufel, Hexe verflucht, halt ein!
Mein Lichtlein tanzt ins Schilf hinein.

Die Moorvettel

Laß dein Geschrei, versumpfter Flegel.
Herbei! Bring mir den Stock zurück,
und merk dir die erteilte Regel,
sonst gilt es morgen dein Genick.

Das Moormännchen

Ich hab dich nicht erkannt, Hexe verehrt.
Nimm deinen Knüppel, aber halt ihn fest.
Ich weiß, daß jeder dich in Ruhe läßt,
und jeder weiß, warum er so verfährt.

Die Moorvettel

Merk auf! Fang dir ein neues Licht,
spring nieder zum Weiher, zur Irme hin.
Frag sie: »Was singst du, was schläfst du nicht?
Welches Menschenkind liegt dir im Sinn?
Was soll geschehn, was will sich erfüllen,
wer sucht den Tod um Liebe willen?«
So fragst du. Leucht ihr ins Gesicht,
sei artig und vergiß die Antwort nicht.
Von Toten hört man zuweilen wohl,
was den Menschen geschehen soll.

Das Moormännchen

Mein Licht ist hin. Ich mag nicht gehn,
mag nicht ihr weißes Gesicht ansehn.
Nichts oben und unten auf der Welt
ist so von Trauer und Schmerz entstellt.