Arne

Es ist der Tag den Guten lang genug.
Daß du um einen Segen flennst,
scheint mir ein wenig witziger Betrug.
Halb Weltgewissen, halb Gespenst,
schaust du bald hundert Jahre weit
und wardst darüber nicht gescheit.

Die Moorvettel

Nicht alle Kräuter blühn bei Tag.
Soll sie stehn lassen, wer sie nicht mag!
Und wenn die Guten den Schlaf nicht versäumen,
so müßte der Pfarrer erst recht schon träumen.
Statt dessen spaziert er im Sumpf herum
und nimmt einen frommen Segenswunsch krumm.

Arne

Dich heilt kein Segen, stört kein Fluch,
laß mir die Ruh, die ich hier such’.

Die Moorvettel

Das Moor ist lebendig, das Moorland klingt.
Was der Tag den Menschen an Herzleid bringt,
führt oft, statt unter das Kirchentor,
ins Wasser vom Moor.

Arne

Laß die Toten ruhn,
bis sie dich in ihre Gesellschaft tun.
Dann können sie dir ihr Sprüchlein sagen.