Arne

Die wahrhaft Reichen können nicht verlieren,
solange die Natur nicht irrt.
Drei Jahr lang lacht’ ich über dich,
jetzt steh ich hier und wundre mich,
wo hast du die närrische Weisheit her, sprich?

Die Moorvettel

Mein toter Liebster war hochgelehrt,
da hab ich nicht närrische Weisheit gehört.
Und was man lernt, ist häufig dem,
was man schon ist, nur unbequem,
und wen die Bestimmung vom Leben entfernt,
der hat auch im Wachsen nicht leben gelernt.
Und wäre das Sterben nicht aller Pflicht,
ich glaube, er könnt auch das Sterben nicht.

Arne

Dir Antwort geben, hieße sich zerstreun,
ich möchte meine Worte nicht bereun,
denn auch der beste und schönste Gedank’
bleibt wertlos ohne Zusammenhang.

Die Moorvettel

Schon gut, euch leuchtet der eifrige Schädel
nicht leicht bei einem vertrockneten Mädel,
aber ist sie noch drall und jung,
redet ihr mehr als bei Männern und Trunk.
Habt doch von allem, was ihr erreicht,
höchstens einmal ein Weib überzeugt.
Bleibt doch das Beste, was ihr gesagt,
immer noch, was ihr den Mädchen geklagt.
Und ich kenn das betroffene Greinen,
wenn ihr nach all eurem Geistesverrat
endlich so einen zappelnden Kleinen
still adoptiert als das Endresultat.

Arne

Dein Hohn tut meinem Herzen leid.
Der Menschen Schwächen zu erkennen,
ist leichter, als ihr Gutes nennen,
und Spott der Narren täglich Kleid.