»Morgen werden die Zimmer geleert und umgeräumt.«

»Der Herr Graf will es nicht.«

»Ich will es«, rief Afra.

»So sprich, ich bitte dich, mit dem Herrn.«

Afra fuhr steil empor.

»Ich rühre diese Dinge mit meinen Worten nicht mehr an. Ich schicke Martin mit Feldarbeitern, wenn morgen noch ein Stuhl dort auf seinem Platz steht. Gesindel!«

Melchior atmete auf.

»O Afra, so hast du lange nicht mehr gesprochen. Warum läßt du so viel im Schloß geschehen?«

»Ich, Melchior — ich?«

»Ja, du, Afra. Du bist die Herrin. Du hast deine Augen abgewandt und machst doch gemeinsame Sache mit den anderen. Seit der Fremde im Hause ist, läßt du mit bösen Augen die anderen verderben. Ich bin ein alter Mann, ich habe nichts mehr zu verlieren als die Zeit bis zu meinem Tode, die man sicherlich in Monaten sagen kann, aber ich seh' die Ereignisse ohne Mißgunst und ohne Habgier. Dann erscheinen sie oft in einfachen Gestalten, die sich verstehen lassen. Du hast niemand, der Fremde ...«