»Wann kommst du, kommst du gleich?«
»Wieso? Was denn? Wer will etwas von mir?«
»Der Herr. Er bittet dich, zu kommen.« Melchior sah Afra angstvoll an. Sie empfand nun, daß er erregt und traurig war.
»Ich komme nicht.«
»Du kommst nicht? Ich glaube, du mußt es tun, denn es steht böse um ihn. Ich bin voll Angst um sein Ergehen ... schon seit langem.«
Es kann nur der Weg nach Wartaheim sein, dachte Afra und atmete auf. Da kam Martin mit Joni. Das Pferd erschien ihr kleiner als sonst, es hielt seinen Kopf tief gesenkt, hob aber doch witternd die dunkle Schnauze, als Afra ihm entgegentrat. Melchior lief mit:
»Wie denn ...« stammelte er ratlos, »du kommst nicht?«
»Nein, ich kann nicht. Sag dem Herrn Grafen, ich könnte nicht, meine Pflicht riefe mich. Verstehst du, nur dies. Und grüß ihn und wünsch ihm Lebewohl. Ich käme nicht wieder.«
»Was bedeutet das?«
»Tu, was ich sage!«