»Ich werde mich besser nicht ins Licht stellen«, sagte sie. Sie schaute sich um. Zur Rechten lag eine schwere Mauer aus dunklen Tannen, und zur Linken hoben sich unsicher und schleierhaft die Umrisse von Birken gegen den helleren Himmel ab.
»Es ist unser Wagen«, sagte sie nach einer Weile schweigenden Lauschens nachdenklich. »Ob sie uns suchen?«
»Vielleicht dich, Afra.«
Der Wagen kam näher. Afra zögerte, was zu tun sei, dann sagte sie schnell:
»Tritt du zur Seite. Ich schicke dir später die Pferde nach Wartaheim. Es ist besser, sie finden hier nur mich.« Dann besann sie sich plötzlich und änderte rasch ihren Entschluß:
»Nein, du bleibst. Laß sie denken, was sie wollen. Ich werde tun, was ich will. Wer könnte es auch sein. Nur Helmut darf nichts ahnen, verstehst du mich, Benvenuto?«
»Ja, ich verstehe dich. Er würde leiden.«
»Leiden? Ja, auch das. Ach, Geliebter, was ist mir geschehen?«
Er antwortete nicht.
Der schnelle Trab der Pferde schlug nah und deutlich an ihr Ohr. Nach einer Biegung der Landstraße kamen die beiden Lichter heran, sie beleuchteten die Wegstrecke zwischen den Wartenden und dem Gefährt, so daß man die nassen Blätter liegen sah und die Furchen und Wagenspuren deutlich erkannte.