»Was ist geschehen?« fragte Afra den Knecht.

Er hatte sich abgewandt, die Hände vor dem Gesicht.

»Der Herr, der Herr ...« hörte Afra.

Nun war Friedel draußen. Er schloß die Wagentür besorgt und hastig wieder und stellte sich davor auf. In seinem Gesicht lagen höchste Anspannung, eine wilde Schadenfreude und ein an Gestörtheit grenzender Aufruhr.

»Ah, Afra — da bist du! So, hurra! Es lebe die Herrin von Wartalun!«

»Bist du toll geworden? Hast du getrunken? Soll ich die Peitsche nehmen?«

»Laß sie stecken, du hast genug getan. Wundert dich, daß ich vor Lachen nicht sprechen kann?! Gott bewahre dich davor, daß du dies Lachen kennenlernst. — Wie? Heda! Wer steht denn da im Dunkeln? Hast du den Teufel in Person bei dir? Ah, der Prophet ...«

Da stand Afra steil vor ihm.

»Sprich! Gleich! Wohin willst du? Was ist in Wartalun geschehen? Wenn du noch ein unnötiges Wort sagst, laß ich dich hier auf der Straße stehen und kehre mit dem Wagen um.«

»Recht so! Du fehlst auch schon lange im Schloß. Man hat wohl zwei Stunden lang nach dir geschrien, bis man an seinem Blut erstickte. Was geschehen ist?«