»Jetzt will ich fort! Zeigt mir den Weg! Sieht denn niemand die Vögel um die Türme fliegen! Dort! Dort! Hier ist die Hölle losgelassen, Dämonen hausen hier, heulen ihren Hohn über uns und versperren die Wege ins Leben ... nackte Teufel ...«
Martin hielt ihn.
»Aber schließlich«, jammerte er fort, »wenn diese Frau sich zu Grabe gebracht hat, so tat sie's mit Musik ... laß mich los, Flegel!«
»Hinaus mit ihm!« brüllte Helmut.
Friedel wandte sich ihm zu, bleich vom Wein und von plötzlich aufsteigender Wut:
»Du matter Hund! Du Jammerlappen, du stopfst der Hölle doch den Rachen nicht mit deinem Reichtum und mit deinen Phrasen ... drehst dich mit ... bis es zu Ende ist ... um Afras blassen Schoß ... he? Immer herum, aber der Schoß, der wartet, ist aus Erde ... schwarz! Aber ich ... ich finde hinaus ... an den Tag, in die Sonne! Verwest allein.«
Die Tür schlug hinter ihm zu. Afra zitterte wie im Fieber.
»Wir müssen Leute wecken, alle müssen suchen! Dieser Narr ...« stammelte Helmut.
Das junge Mädchen faßte sich. Es schien, als gäbe ihr plötzlich ein Gedanke Zuversicht, aber es mußte ein böser Gedanke sein, denn ihre Augen waren groß vor Grauen.
»Helmut, kannst du mich verstehen? Hörst du wohl, was ich sage? Nicht wahr, wir müssen sie finden, vielleicht ist es noch möglich, sie von einem schlimmen Vorhaben abzuhalten.«