»Ja ... ich habe alles ... selbst mit angehört ...« gestand sie.

»Hm — dann darf ich mir wohl die Frage gestatten: wie kommst denn Du auf die Frankenkneipe?«

Astas Hände zupften unstet an den Falten ihres Rockes.

»Ja, wie soll ich Dir das ... erklären? Es ist ja auch ... eigentlich gleichgültig ... wie ich hingekommen bin — ich war eben ... da.«

»Nun, so gleichgültig kann ich das eigentlich nicht finden,« meinte Jucunda. Sie lehnte sich zurück in die Kissen, stützte sich auf die Ellbogen und fixierte die niedliche Kollegin mit überlegen spöttischem Blick. »Na, also lassen wir das einstweilen mal dahingestellt. Aber: zu welchem Zweck teilst Du mir denn das alles mit?«

»Ja, aber um Gottes willen, Jucunda, das geht doch nicht, das darf doch nicht sein, daß die zwei guten Jungens sich totschießen Deinethalb!«

»Meinethalb?« Jucunda hatte sich hochaufgerichtet. »Wieso meinethalb? Erkläre mir das!«

»Ja, aber Jucunda — das ist doch ganz klar! Uebrigens, um Gottes willen, der eine, der Pilgram, der wohnt doch hier nebenan, gelt, kann der uns auch nicht etwa hören?«

»Beruhige Dich, liebes Kind, meine Mutter hat mir schon mitgeteilt, daß er heut nacht nicht nach Hause gekommen ist. Also bitte, wie kommst Du auf diesen Einfall?«

»Aber begreifst Du denn das noch immer nicht?! Der Pilgram ist doch nur eifersüchtig auf den Thumser, weil Du ihn hast abfallen lassen und den andern — —«