»Der wartet draußen mit seinem Gaul.«

»Nun, und was ist sonst geschehen?«

»Ja, Herr Präsident, wir haben unser Möglichstes getan. Wir haben sofort zwei Kriminalschutzleute zu den Wohnungen der beiden jungen Leute geschickt und feststellen lassen, ob sie zu Hause wären. Ihr Herr Sohn hat seine bisherige Wohnung bei dem Kanzleirat Buchner seit gestern ganz aufgegeben und ist ins Hotel übergesiedelt, in welches, das wußten die Leute nicht. Und der andere, Herr Thumser heißt er ja wohl, der ist heut nacht nicht nach Hause gekommen.«

»Teufel! Das ist scheußlich — was nun?!«

»Ja, was nun, Herr Präsident? Ich weiß auch nicht, was ich machen soll!«

Der Jurist sann eine Weile nach, dann erklärte er dem Polizeibeamten seinen Plan, durch den Fuhrwerksbesitzer den Duellanten auf die Spur zu kommen.

Der Kommissar war völlig einverstanden. Man stieg in eine Droschke und rollte durch die hier noch immer mit kotigem Schnee bedeckten Straßen zum Bayrischen Bahnhof.

Im trüben Laternenschein huschten hastige Fußgänger vorüber, das Leben der großen Stadt erwachte — die Arbeit begann.

Die Herren berieten eifrig während der kurzen Fahrt. Der Präsident im Rücksitz, der Kriminalkommissar ihm gegenüber. Asta lehnte in ihrer Ecke, fröstelnd, übernächtig, von Angst geschüttelt, und lauschte der halblauten Unterhaltung der Herren.

Der Gendarm war vorausgetrabt. Als man vor dem Fuhrhof ankam, hielt er bereits an dem Portal mit dem Geschäftsinhaber, einem grobknochigen Mann in Flausrock und Holzpantoffeln.