Schnell kletterte der Kommissar aus dem Wagen und inquirierte sofort den Fuhrherrn:

»Ist der Wagen für das Korps Franconia schon fort?«

»Weeß Knebbchen, ja, Herr Kommissar, schon seit zehn Minuten is er weg ... tut mir sähre leid.«

»Und wohin geht die Fahrt?«

»Das kann ich Sie nich sagen, uff mei Ehrenwort nich. Der Wagen is bestellt für um den Herrn Volkner abzuholen, Kleine Fleischergasse fünfe ... aber da wird er nu ja woll ooch schon nich mehr sinn.«

Der Präsident war ebenfalls ausgestiegen und fragte: »Na, lieber Herr, Sie werden ja doch wohl eine Ahnung haben, wohin es geht?! Wo fahren denn die jungen Herren gewöhnlich hin, wenn sie was Besonderes vorhaben, he?!«

»Nu, mei gutester Herr, wenn ich's ehrlich sagen soll, gewehnlich machen se doch so was im Ratsholz ab, un da gibt's eigentlich nur een' Weg: Kaiser-Wilhelm-Straße 'runter, dann Kaiserin-Augusta-Straße, am alten Wasserwerk vorbei und ins Streitholz hinein. Freilich, was für ä Plätzchen se sich dasmal haben ausgesucht, davon habe ich Sie natierlich de leiseste Ahnung nich, mei gutester Herr.«

»Also, Herr Robolski,« sagte der Kriminalkommissar, »ich mache Sie darauf aufmerksam: Wenn sich's herausstellt, daß Sie uns nicht die reine Wahrheit gesagt haben, dann krieg' ich Sie bei die Hammelbeene, verstehen Sie mich?!«

»Mein Ehrenwort,« sagte der Fuhrherr, »mein heiligstes Ehrenwort, Herr Kommissar, das, was ich gesagt habe, ist alles, was ich weeß.«

»Schön! Also, Gendarm Mehlhorn, Sie haben gehört: sitzen Sie auf, traben Sie was haste was kannste nach dem Streitholz. Wir kommen nach. Sie reiten bis zum Schnittpunkt der 'Neuen Linie' und der 'Linie', meinetwegen auch die 'Linie' hinauf, bis zum Flußgraben, dann zurück bis zum Wegekreuz, dort warten! Merken Sie inzwischen was von den Duellanten, so greifen Sie selbständig ein, verstanden?!«