In diesem Augenblick ließ Valentin Pilgram die Pistole fallen und griff mit der Rechten krampfhaft in das linke Schultergelenk hinein.
Doktor Köllicker sprang zu, riß Pilgrams Rock auf, das weiße Hemd wies Blutflecken, er zertrennte es mit raschem Zerren, untersuchte das verletzte Gelenk. Dann winkte er dem Sanitätsrat, der hinzutrat.
Auch Borgmann, der Sekundant, und Graf Schmettow eilten zu dem Verwundeten heran.
Der lächelte mit schmerzverzerrtem Munde. »Viel scheint's nicht zu sein, meine Herren. Von mir aus kann's weiter gehen!«
Aber der linke Arm hing kraftlos herunter, ein Versuch, ihn zu bewegen, mißlang.
Die Herren steckten in flüsternder Beratung die Köpfe zusammen. Die Forderung lautete bis zur Kampfunfähigkeit ... und die lag wohl nicht vor, obwohl das Schultergelenk schwer verletzt schien.
Hans Thumser trug's nicht länger. Der andere hatte, obwohl getroffen, seinen Schuß verloren gegeben. Was konnte das bedeuten? Doch nur dies eine: die Erkenntnis begangenen Unrechts.
Hans winkte seinen Sekundanten heran.
»Ich kann nicht mehr, Volkner — geh und biete Satisfaktion an ...«
In derselben Sekunde scholl auf der Chaussee ein hastiges Hufegeklacker, und eine atemlose Männerstimme keuchte: