Die Aerzte hatten sich ins Mittel gelegt und die Umarmung der wiedergefundenen Freunde getrennt, um sich ihres Patienten zu bemächtigen und die verletzte Schulter genauer zu untersuchen.
Nun hob Valentin Pilgram den Kopf, alles wich zurück, so daß die Gruppe der Herankommenden frei wurde — und Pilgram erkannte seinen Vater ...
Schon war der Präsident heran, ergriff mit beiden Händen die Rechte des Sohnes, die sich ihm entgegenstreckte. Mit zuckenden Augen, mit zuckenden Lippen standen Vater und Sohn einander gegenüber.
»Ihr verfluchten Bengels!« sagte der alte Herr, »was macht Ihr für Geschichten?«
»Etwas zu spät bist Du doch gekommen, lieber Papa — Du siehst, der Fall ist bereits erledigt!«
»Ich wollt's Euch auch geraten haben! Schlimm genug, daß es so weit gekommen ist! Na, was hat's denn abgesetzt?«
»Ach, nicht der Rede wert,« lachte der Junge und zwang den grimmigen Schmerz nieder, der von dem verletzten Gelenk aus durch den ganzen Oberkörper fraß.
»Nun, und Du wunderst Dich gar nicht, daß ich hier bin?!«
Valentins Blicke hatten die Gestalt des jungen Weibes erkannt, das nun herankam in Begleitung eines dicken Herrn. An diesen ritt der Gendarm heran und machte ihm in dienstlicher Haltung eine Meldung, während das Mädchen mit glühenden Backen und strahlenden Augen nähertrat, um dann ein paar Schritt vor den Herren plötzlich tiefbefangen stehen zu bleiben.
»Die da, nicht wahr?« fragte Valentin den Vater.