»Hoch! hoch!« brüllen die Studenten, juchzen die Mädels — sie huscht vorüber, kopfnickend, so lieb, so einfach, so — so fabelhaft nett — sie schlüpft in die Wagentür, nickt noch einmal vom Fensterrand — neuer Jubel —

Ach was — längst nicht genug!

Eine neue, eine würdige Huldigung dem wundervollen Menschenkind!

»Kommilitonen!« ruft Hans Thumser und schwenkt die grüne Mütze, »Kommilitonen! Wir spannen ihr die Pferde aus, wir fahren sie im Triumph nach Hause!«

Ein Beifallsgeheul ist die Antwort. Und auf die Gäule stürzt sich der Schwall — im Nu sind die Scheuenden, Schäumenden abgesträngt, der fluchende, peitschenschwingende Kutscher entwaffnet und vom Bock gezerrt ...

»Verrickt seid 'r! Alle mitenander seid 'r übergeschnappt! Der Deifel soll Euch hol'n!«

Und hundert Hände packen zu, langen nach der Deichsel, den Zugscheiten, den Strängen — hundert Hände greifen in die Speichen — hurra! Der Wagen rollt, rollt mit seiner vielgeliebten Fracht ... Und allen voran als Führer, den Hut auf dem Stock balancierend, den Stock im Takt schwingend wie ein Tambourmajor schreitet einer, der den Weg kennen muß: Franconiae gewesener Erster, Erster, Erster ad interim!

Und der Wagen rollt die Sophienstraße entlang, umdröhnt vom Jauchzen schönheitstrunkener, größeberauschter Jugend ... Rollt die Zeitzer Straße, den Peterssteinweg hinab, der Altstadt zu ... Und immer zahlreicher wird das Huldigungsgefolge hinter dem Triumphzug, den Jugend der Jugend, der Schönheit, der Kunst bereitet, immer betäubender schwillt der allgemeine Jubel:

»Jucunda Buchner — hoch — hoch Jucunda — unsre Jucunda!«

4.