»Hm — wenn's richtige Korpsbrüder von mir wären — denen wollt ich die Flötentöne schon beibringen!! — aber so ...«

»Aber — Sie kennen die Absender?«

»Ich ... fürchte ... ich kenn' sie ... von Dillingen ... von Gorczynski ...« Und mit heftig stammelnden Worten erklärte er den Damen, wer es sei, den er hinter diesen Namen vermuten müsse ... und in wie naher Beziehung diese Herren zu seinem Korps, zu ihm selbst standen ...

»Da sehen Sie's!« sagte Jucunda. »Ein Erbprinz! Ein Fürst! das muß man eben einstecken ... nicht mal verklagen kann man so 'n großes Tier — sonst engagiert einen kein Hoftheater mehr ... ganz wehrlos und schutzlos ist man ...«

Und wiederum flossen die Tränen über das weiße, herrische Gesicht ... und auch die Mutter, vom herzbrechenden Weinen der Tochter angesteckt, schluchzte nun los. Um die Wette weinten die Frauen.

Es arbeitete heftig in Valentin Pilgrams festem, offenem Gesicht.

»Nein,« sagte er plötzlich hart und stand mit einem Ruck auf. »Schutzlos? Das sind Sie nicht. Guten Morgen, meine Damen.«

»Wohin, Herr Pilgram? Was haben Sie denn? Was ist Ihnen?« rief Jucunda und hielt den Studenten am Aermel seines Bratenrockes fest.

»Ich werde Ihnen Genugtuung verschaffen!«

»Sie — mir? Nein, Herr Pilgram, das ... das geht nicht ... Sie werden ja die entsetzlichsten Unannehmlichkeiten haben ... werden sich womöglich gar um meinetwillen — nein, das will ich nicht — das sollen Sie nicht, Herr Pilgram!«