Volkner bat ums Wort und fragte:
»Ohne weiter in Dich dringen zu wollen, Pilgram: wir hören doch alle in diesem Augenblick zum ersten Male, daß Du die Dame überhaupt kennst. Sollten wir dann nicht wenigstens erfahren, wann und ... unter welchen Umständen Du ... ihr denn eigentlich dermaßen nähergetreten bist, daß Du — hm! daß Du nun dermaßen für sie in die Verlängerung springen willst?«
»Das kann ich Euch mitteilen ... aber zur Erklärung meiner ... meines Entschlusses wird's Euch wenig nützen ... ich muß da schon an ... an Euer korpsbrüderliches Vertrauen appellieren ... ich kenne Fräulein Buchner erst seit gestern abend ... sie ist die einzige Tochter des Kanzleirats Buchner ... bei dem ich zur Miete wohne.«
»Also sozusagen — filia hospitalis!« sagte Volkner, und ein kurzes, verständnisvolles Schmunzeln ging über die erregten Gesichter der Korpsbrüder.
»Nun, ich denke, ich habe Euch zu diesem Punkte mitgeteilt, was ... was sich irgend mitteilen läßt. Und zweitens — was wolltest Du ferner noch wissen, Volkner?«
»Ja — was denn der Erbprinz eigentlich gemacht hat ...«
»Er hat sie durch seinen Begleiter zum Souper einladen lassen — na, das möchte ja allenfalls gehen ... aber er hat dieser Einladung dadurch einen nicht mißzuverstehenden Charakter gegeben — daß er ... daß er zwei Hundertmarkscheine beigefügt hat ...«
Das Lächeln, das bei Erwähnung der Soupereinladung um die Lippen der jungen Herren aufgezuckt hatte, erlosch ... Rufe wurden laut:
»Geschmacklosigkeit!«
»Donnerwetter, der geht aber aufs Ganze!«