Auf seinem braunen, steifbeinigen »Roland«, der frömmsten Kuh aus dem Tattersall der Garnison, machte dieser Frobenius eine ganz leidliche Figur und hatte sich mit seinem vierbeinigen Freund auf ganz erträglichen Fuß zu stellen gewußt.
Der innere Dienst funktionierte tadellos ... na, Kunststück! — So ein Musterexemplar von Feldwebel — und der brillante Unteroffizierersatz!
Ja, darauf verstand sich der griesgrämige Hauptmann Goll ... Unteroffiziere erziehen, das war seine Spezialität! —
Übrigens war ja auch dieser Frobenius selber von einer kommissigen Gewissenhaftigkeit, daß es schon nicht mehr schön war!
In der Ortsunterkunft stelzte er wahrhaftig höchst eigenhändig von Quartier zu Quartier, steckte seine Nase in jede Eßschüssel und in jedes Bauernbett, um sich zu überzeugen, ob die Herren Füsiliere auch ordentlich zu essen kriegten und weich genug lägen.
Er selber, Quincke, hatte sich zum Glück eine etwas vornehmere Auffassung des Königlichen Dienstes zugelegt. Wofür waren denn die Korporalschaftsführer da?
Ja, Frobenius hatte sich in seine Pflichten als Kompagnieführer ganz famos eingearbeitet und war infolgedessen mit seiner militärischen Situation zufrieden wie nie zuvor.
Er sah sehr verändert aus, hatte sich am Tage vor dem Ausrücken die wenigen Haarsträhnen seines Schädels ganz kahl abscheren, seinen langen, struppigen Vollbart kurz verschneiden lassen.
Auch seine Uniform sah nicht mehr ganz so vorsintflutlich aus, seitdem ihr Träger eine etwas vorschriftsmäßigere Haltung gewonnen, und mit seinem braven, alten Roland vollends fühlte er sich verwachsen wie ein Zentaur.
Was tat's, ob es regnete von morgens früh bis abends spät und die ganze Nacht hindurch ...