Wer treu gedient hat seine Zeit,

Dem sei ein volles Glas geweiht!«

Und eine tief lastende Melancholie umwob das Haupt der schönen Frau ... Warum war sie nur heraufgekommen? Es hatte ja doch keinen Zweck.

Mit einem Male meldete von draußen her die Stimme des Postens vor der Fahne: »Der Herr Oberst kommt!«

Hei — das platzte wie eine Granate mitten hinein in die harmlos schmausende Gesellschaft!

Der Major sprang auf: »Herrschaften, laßt mich durch!«

Er stelzte mit seinen vom langen Reiten und langen Sitzen steifgewordenen Beinen aus dem Schutze des Zeltdachs heraus, dem Regimentskommandeur entgegen, der heute das Detachement führte.

Durch den Nebel kam's von der Chaussee herangetrabt ... der Regimentsstab, die Herren in Mützen ...

Oberst von Weizsäcker, neben ihm, unnahbar wie immer, Herr von Schoenawa, sein Adjutant, und Oberleutnant Menshausen, der als Ordonnanzoffizier zum Regimentsstabe kommandiert war — ein paar Trompeter und Meldereiter von den Deutzer Kürassieren in ihren mattblinkenden Stahlhelmen.

Der Oberst, stattlich und rosig, mit den braunweißen, beständig zuckenden Schnurrbartflämmchen, nahm die Meldung des Biwakskommandanten entgegen, tat ein paar Fragen über Nachrichten vom Feind, Sicherheitsmaßregeln, Verfassung und Gesundheitszustand der Mannschaften ...