Das Sitzfleisch tat einem weh vom bloßen Ansehen ...!
Drüben den steilen Talweg ging's hinan ... da mußten die Kanoniere absitzen und die Geschütze bergan schieben helfen ... Die armen Kerle!
Ganz deutlich war's zu verfolgen, wie nun drüben die Mündungen der Geschütze über dem hohen Kamm auftauchten ...
Bum — da krachte auch schon der erste Schuß, bum — der zweite ...
Dicke weiße Wolken stiegen auf, doch verflogen sie in der blauen Nachmittagsluft wie der Rauch einer Zigarre ...
Die Damen hielten sich die Ohren zu, so heftig knallten die Schüsse ... widerhallend kam das Echo zurück von all den dunkelbelaubten Berghängen ringsum ...
Eine Viertelstunde später begann der Abstieg der geschlagenen feindlichen Infanterie ... eine dunkelblaue Schlange mit grau und silbern schillernden Schuppen, so wälzte sich der Zug des Fußvolks nieder ins Tal ... Kompagnie hinter Kompagnie ... Bataillon hinter Bataillon ...
Ganz dicht unter den Schloßfenstern wogte der endlose Schwall vorüber ...
Gott, sahen die wackern Jungen aus! —
Spätsommermittagsglut und der Staub vielstundenlanger Märsche hatten ihr Werk getan ... schmutzige Rinnen hatte der Schweiß in die tiefgebräunten, graubepuderten Gesichter gezeichnet ... die Rockkragen waren geöffnet ... die Gewehre pendelten schwer auf den müden Schultern ...