»Ich bitte darum, Herr Flamberg!«
Blowitz schloß sich ungeladen an.
Zwischen dem Oberst und dem Major schritt Frau Cäcilie voran — schweigsam, mit verschlossenen Gesichtern folgten die beiden Oberleutnants — die beiden Leutnants machten den Beschluß.
Frau von Brandeis führte die Herren durch den Speisesaal, in welchem die Mägde mit den drei beurlaubten Burschen die Tafel abräumten, und in die behagliche, ganz als Wohnraum eingerichtete Diele hinüber. Dort lief die bequeme, breite Treppe zum Obergeschoß hinan, das einen gleich großen Dielenraum enthielt. Hirschgeweihe, tief nachgedunkelte Ölgemälde schmückten da die Wände.
Im Emporsteigen drehte die Hausfrau die elektrische Beleuchtung auf, und man gewahrte, daß von der obern Diele aus mehrere Türen nach den innern Gemächern führten. Durch eine dieser Türen betraten die Gäste das Herrenzimmer, das nun ebenfalls auf einen Druck von Frau Cäciliens Fingern in Lichtfülle erglänzte.
Und sieh! — Da hing über einem wuchtigen Diplomatenschreibtisch die Schöpfung Martin Flambergs.
»Ah!« riefen der Major und sein Adjutant.
Die Herren des Regimentsstabes hatten das Bild bereits gestern zu sehen bekommen, sie waren nicht mehr zur Bewunderung verpflichtet.
Frau Cäcilie tat ein paar rasche Schritte zur Seite. Da stand die Tür zu einem Nachbarzimmer halb offen. Die gelben Messingstangen zweier englischen Bettstellen, das lichte Weiß eines Spitzenhimmels leuchtete aus der Dunkelheit. Ruhig schloß die Hausfrau die Tür.
Stumm hingen aller Blicke an dem Gemälde.