»Was soll ihm passiert sein?« grinste Menshausen. »Kommen Sie — ich hab' einen scheußlichen Brand in der Kehle von dem verdammten süßen Zeug, der Pfirsichbowle! Ein Schoppen Münchener wäre nicht zu verachten!«
Als die Herren durch den Speisesaal schlenderten, kam mit raschen, festen Schritten der Hausherr hinter ihnen her: »Na, jungen Leute, wie schaut's draußen aus? — Hat alles zu trinken?!«
Ein rauher, rostiger, geborstener Klang in seiner Stimme ...
Menshausen wagte nicht, ihn anzuschauen ...
Eine fressende Scham, ein Ekel vor sich selber würgte ihm in der Kehle ... Zweifellos — morgen ... morgen ... morgen floß Blut ... irgendwo ... im Wald ... ein paar hundert Schritt vom Biwak des ganzen rheinischen Armeekorps. Blut ... Menschenblut ... Kameradenblut ...
Und er ... pfui Deubel ... pfui Deubel ... Er hätte ausspucken mögen vor sich selber.
In zechenden, plaudernden Gruppen standen die Gäste draußen im Garten beisammen ...
Als der Hausherr auftauchte, empfing ihn ein rasender Beifallssturm.
Der Oberst rief: »Meine Herrschaften — unser ritterlicher, glänzender Gastgeber — hurra, hurra, hurra — —!«
Schmetternd widerhallte der Ruf an den Felswänden ... rollte weithin das dunkel träumende Waldtal entlang ...