»Aber — wo ist die Königin unseres Festes, unsere schöne verehrte Hausfrau?!«

»Meine Frau ist leider nicht ganz wohl,« sagte Brandeis im Ton ruhigen Bedauerns, »sie hat sich gelegt und bittet die Herrschaften, sie entschuldigen zu wollen! — Übrigens hat es nicht das Geringste zu sagen ...«

Allgemeines höfliches Beileid.

Die Mädchen drängten sich an den Hauptmann heran: »Dürfen wir nicht mal zu ihr hinauf?!«

»Sehr liebenswürdig, meine Damen! Haben Sie schönsten Dank! — Aber es ist wohl besser, man läßt sie ganz in Ruhe! Es hat wirklich gar nichts zu sagen ... nur ein bißchen Übermüdung! — Bitte, bitte, meine Herrschaften, lassen Sie sich ja nicht stören!«

»Aber nein, lieber Brandeis, die Herren von drunten waren ohnehin im Begriff, aufzubrechen! — Übrigens wird's auch allmählich höchste Zeit ... elf Uhr vorbei — heiliges Kanonenrohr!«

»Gewiß,« bestätigte der Major, »wir haben mehr Pfirsichbowle intus, als wir vor Gott und Seiner Exzellenz dem Herrn Korpskommandeur verantworten können! — Wenn das noch eine halbe Stunde so weiter geht, brechen wir uns auf dem Heimweg Hals und Beine!«

»Ich gebe den Herren selbstverständlich einen Burschen mit einer Laterne mit! — Aber bitte wirklich dringend, meine Herren — setzen wir uns wieder zu Biere! — Meine Frau würde untröstlich sein, wenn sie wüßte, die Herren ließen sich nicht halten ...«

Gott sei Dank ... sie gingen ... die von drunten ...!

»Aber wenigstens die Schloßbesatzung wird doch noch ein wenig beisammen bleiben —! Das verlange ich einfach, Herr Oberst!«