»Über-über-übermorgen —!!!!!«
Gott im Himmel! ... dort in der Ferne harrte seiner die sehnende Braut ... und er ... er wartete auf den Befehl, sich zu verantworten, weil er das Weib eines andern berührt ...
Wohl war es ein Abschiedskuß gewesen ... aber er würde mit seinem Leben dafür einzustehen haben ...
Das hatte an seinen Nerven gerissen den ganzen Tag ... hatte wie mit Keulen immerfort auf seinen Schädel eingedroschen, bis er ganz stumpfsinnig und apathisch geworden war ...
Nur der Soldat in ihm, der hatte funktioniert ... mechanisch ... unfehlbar sicher ...
Obwohl er zu Fuß war, hatte er seine Kompagnie ganz anständig durch die Wechselfälle des heißen Marsch-, Gefechts- und Biwaktages geführt. Und Major von Sassenbach hatte ihm mehrfach aufmunternd zugenickt: »Ich werde Ihnen eine ganz passable Konduite schreiben können, Flamberg —!«
Was hatte der Major nur heute? — Er war den ganzen Tag so merkwürdig vergnügt —?
Durch Martins Herz aber zog immerfort das Erinnern jener wenigen furchtbaren Sekunden, in denen er dem Manne gegenübergestanden, dem er das tiefste Leid seines Lebens zugefügt:
»Ich stehe zu Ihrer Verfügung, Herr Hauptmann ...!«
»Sie werden morgen von mir hören!«